Abhandlungen zur vergleichenden Anatomie des Auges / von H. Grenacher.
- Grenacher, H. (Hermann), 1843-1923.
- Date:
- 1884
Licence: Public Domain Mark
Credit: Abhandlungen zur vergleichenden Anatomie des Auges / von H. Grenacher. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by UCL Library Services. The original may be consulted at UCL (University College London)
41/58 page 37
![höchst zarte Fasern, welche von den Eintrittsstellen der Nervenfasern in die Retina- zellen ausgehend durch die letzteren bis gegen die Limitans hin in die Höhe steigen, um innerhalb der Stäbchenregion, aber zwischen den Khabdomen, zu eiulen. Sind diese Fasern überhaupt erhalten, so hat man zwist^ien den Khabdomen, dann in den Sockeln am meisten Aussicht, ihneri zu begegnen; hingegen ist es nach meinen Er- fahrungen mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft, ilire Fortsetzung von da aus durch den ausserhalb der Grenzmembran gelegenen Abschnitt der Retinazellen zu verfolgen. Was ich von ihnen iiberhaui»t zu sehen bekam, erkannte icli blos auf Flächenschnitten durch die verschiedenen Regionen. In der schon mehrfach citirten Fig. 3 habe ich das Verhalten dieser Fasern in den Stäbchensockeln angegeben (A^ F.). In den Querschnitten durch die Sockel er- blickt man in meinen Prä])araten, in jedem Felde ausnahmslos, fast immer im Zentrum desselben, einen stark lichtbrechenden l*unkt, der sich von der leichten Granulirung des sonstigen Inhaltes sofort aufs Deutlicliste abhebt, uiul beim Heben und Senken des Tubus sich als eine axiale Faser ausweist. Diese Fasern stimmen in der Stärke und dem allgemeinen Habitus völlig mit den Limitansfiisern überein, unterscheiden sich aber durch ihre intraeelluläre Lage natürlich absolut von jenen, die ja inter- cellulär gelegen sind. Will man ihre Fortsetzung in die Region der Rliabdome hinein verfolgen, so bestinnnt eben diese intracelluläre Lage den (.)rt, wo man sie (auf den Querschnitten) zu suchen hat: sie müssen zwisclien den llhabdomen zum ^'orschein kommen. Und hier lassen sie sich in der That denn auch nachweisen, wenn auch keineswegs überall. Ich habe Präparate, wo sie in jedem der Zwischenräume zwischen den Rhabdomen, durch das ganze Gesichtsfeld hindurcli, mit grösster Deutlichkeit aufzufinden sind (wie in Fig. G), während sie an andern Stellen mehr vereinzelt oder gar nicht mehr auftreten. Bei E/cdo)ic uml Sepia kenne ich sie überhau]»t nur aus der Region der Rliabdome; in den Sockeln derselben waren sie bei meinem Materiale nicht mehr nachzuweisen. Ich werde wohl schwerlich einen Irrthum beg(dien, wenn ich annehme, dass diese Fasern bei allen gewöhnlichen Cephalo])oden in der von O dop US beschriebenen Form vorkommen, dass aber ihre Erhaltung selir schwierig und von Bedingungen abhängig ist, die sicli bis jetzt unserer Kenntniss entziehen. AVie launenhaft diese lu'haltungsbedingungen sind, mag daraus ersehen werden, dass jene Fasern an gewissen Stellen blos in den Sockeln, aber nicht in der Stäbchen- region, an andern aber nur in den Rhabdomen, aber nicht in deji Sockeln, und iiur ganz vereinzelt in beiden zugleich erkannt werden konnten. Dass diese Fasern während ihres Verlaufes zwischen den Rhabdomen nirgemls](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635766_0043.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


