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Credit: Angina pectoris / von Louis Peiser. Source: Wellcome Collection.
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![VIII. Arthritis urica. Diabetes mellitus. Adipositas cordis mit Herzhypertrophie. Angina pecto ris-ähnliche Anfälle. Milder Verlauf. (Adolf Schröder [118J.) W. W., Buchhalter, 61 Jahre. Korpulent, starker Raucher, Freund von Alkohol. Mutter an Herzleiden, 2 Geschwister im Alter von 27 resp. 40 Jahren an Herzschlag gestorben. Seit seinem 28. Jahre Gelenk- rheumatismus, jährlich mehrere Male rezidiviert. Herzklopfen und Schmerzen. Dilatation und Hypertrophie des linken Ventrikels. Arterio- sklerose der Radialis. Eiweiss im Urin. In seinem 51. Jahre typischer Anfall von Angina: „brach plötzlich auf der Strasse zusammen, nachdem er einen heftigen Schmerz am Herzen verspürt hatte.“ Schmerzen wieder- holen sich beim Gehen, muss ganz langsam gehen. Schmerz beginnt am Herzen, strahlt in den linken Arm aus; dabei plötzlich elend, schnürt ihm die Brust zusammen. Muss sich am nächsten Laternenpfahl halten, um nicht umzusinken. Dazu schreckliches Angstgefühl. Puls gleich- mässig, regelmässig, 70 in der Minute; die Radialis leicht sklerotisch. Herzdämpfung stark vergrössert, besonders nach rechts; Töne rein, zweiter Pulmonalton akzentuiert. Diagnose: Idiopathische Herzhypertrophie, Adipositas cordis und Angina pectoris. Im Urin 5 Proz. Zucker. Anfälle mit Ohnmacht. Mehren sich nach starken Anstrengungen, auch spontan im Beginne der Nacht. Dann verlieren sie sich, werden milder; im 60. Lebensjahre — Zuckergehalt 7 Proz. — wieder Herzschmerz und Ohnmachtsgefühl. Zuckergehalt wird verringert. Schmerzen bessern sich. Zur Zeit — in seinem 61. Lebensjahre, also 10 Jahre nach dem ersten Anfalle — etwas Atemnot, sonst wohl. Geht wieder spazieren. Fühlt sich nicht schwach. „Stärkere Degeneration des Myokards — fettiger Art oder auf koronarsklerotischer Basis — ist bei dem kräftigen Pulse auszuschliessen. Immerhin möglich, dass eine Koronarsklerose besteht, zumal Radialsklerose konstatiert wurde.“ Worin dieser günstige Verlauf seine Ursache hat, entzieht sich unserer Kenntnis. IX. Vitium cordis, Magenbeschwerden. Angina-ähnliche Anfälle. Regelung der Diät. Besserung. (Schmidt [115].) Betriebssekretär S., 59 Jahre. Vor mehreren Jahren Gelenkrheuma- tismus, seitdem gut kompensierter Herzfehler. Nur bei starken Körper- anstrengungen etwas kurzatmig. Seit längerer Zeit ca. eine Stunde vor dem Essen und ebenso nachher heftige Herzbeschwerden. Blässe, kalter Schweiss, Angstgefühl, Schmerzen in der Herzgegend, welche in den linken Arm ausstrahlen. Wenn Erbrechen erfolgt, geht alles schnell vorüber. Wenn er sich nach dem Essen ganz ruhig verhält, geht es](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28036207_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


