Der Überschuss an Knabengeburten und seine biologische Bedeutung / von A. Rauber.
- August Rauber
- Date:
- 1900
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Credit: Der Überschuss an Knabengeburten und seine biologische Bedeutung / von A. Rauber. Source: Wellcome Collection.
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![22. Der Verfasser der besten Arbeit über Dinophilus apatris oder einer geschlechtlich übereinstimmenden Spezies erhält durch Vermitte- lung der Verlagsbuchhandlung dieser Schrift einen grossen silbernen Becher von künstlerisch schöner Form. In der gewünschten Arbeit ist der Befruchtung, der Entwickelungsgeschichte der männlichen und weiblichen Eier, den dabei stattfindenden histologischen Vorgängen alle jene Sorgfalt zu widmen, die von der neueren Technik verlangt wird. Die Arbeit ist in einer unserer Zeitschriften bis zum Jahre ] 903 zu veröffentlichen. 23. Lassen wir den grossen ovulären Dimorphismus des Dinophilus immer geringer werden und zuletzt verschwinden, zugleich die männ- lichen und weiblichen Ovula an Zahl einander gleich werden, so steht das Ovarium Fig. 14 vor unseren Augen. So liegen unserer Ver- Fig. 15. Fig. 16. Fig. 13. Schema des Ovarium von Dinophilus apatris (gyrociliatus). Auf 2 weib- liche trifft ein männliches Ovulum. Fig. 14. Schema eines Ovarium mit gleiehvielen weiblichen u. männlichen Ovula. Fig. 15. Schema eines thelytoken Ovarium mit weiblichen Ovula. Fig. 16. Schema eines arrhenotoken Ovarium mit männlichen Ovula. mutung nach im wesentlichen die Verhältnisse beim Menschen und überhaupt bei den Säugetieren. Nach den vorliegenden Erfahrungen nämlich ist es nicht möglich anzunekmeu, deren Eier seien ovarial ohne jede geschlechtliche Bestimmung. 24. Ein positiver Nachweis ist in kommender Zeit am ehesten von der weiteren Untersuchung der Urgeschlechtszellen zu erwarten. 25. Eine Beurteilung des Dinophilus-Ovarium vom Standpunkte der Zellteilungslehre führt zu der Annahme, dass Voreier, Ovula commuuia, welche noch kein Geschlecht besitzen, bei einer bestimmten Ordnungsziffer der Teilungen in Ovula masculina und Ovula feminina sich zerlegen. Bei Dinophilus würde jedes Ovulum femininum durch eine folgende Teilung in zwei weibliche Eier sich spalten. 26. Es giebt arrhenotoke und thelytoko Ovarien, so bei den Rotatorien. Unter Umständen kommen solche Ovarien auch bei dem Menschen und den Säugetieren vor. Hier fehlt die Sonderung der Ovula commuuia in männliche und weibliche terminale Eier; die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28061573_0222.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


