Lehrbuch der Anthropologie und Diätetik für Schulen und zum Selbstunterrichte / von Franz Klee.
- Klee, Franz.
- Date:
- 1841
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Anthropologie und Diätetik für Schulen und zum Selbstunterrichte / von Franz Klee. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
174/200 (page 162)
![tbciliö« ©efnuben SO?enfrf)en aber, rDelct^e flc^ tl^ifig bemegcit wttö arbeiten, xft dn mdftger ®eiiu^ be^ S3ier^ ^utrdgfid). SSenn baö S3ier Qtvoöt^nli^ in ju reichlichem SO?aafe ge= trunfen «?trb, fo fcftüä^t eö bt'e SBerbauung unb »erurfac^t eine @rfcf)faffitnß ber @emef>e unb ^nfamntlung öon (Sc|Ietm. 2ßirb baö 33ier auf einmal in einem grofen Uet>ermaafe ge= trunfen, fo mxH eS :6erauf(|enb unb betöubenb. Xiiefer Tli^Uan^ ^at, Befonberö wenn er oft (Btatt ftnbet, fe^r nacf)t^ei(ige folgen, fann affertei ^ranf^eiten unb feltfl einen frühzeitigen ^ob :^erBeifit!^ren, §. 484. ©er 3X5ein wirft, md^ig genoffen, erregenb nnb belebenb auf bae 53hitgefd^# nnb 9?erüenft)ftem, bei ubermd^i* gern ©ennife aber ^nberrei^enb, erl)i|enb nnb beranfci^enb unb tjintertd^t eine ®tumpfl)eit nnb @rf)mdcbe ber S^ceröen. §, 485. 2)er^iÖetn i(t nad)tl)eilig ben Äinbern nnb jungen imtcn, aa&i felbft alteren ^erfonen, wenn jTe oeHblütig nnb 5U SSIutwattungen, .^erjffopfen, ©ntjunbungen, ^ölutungen, j. ^. ^inü)n]im, ^tafenbhiten ober ©d^Iagflu^ u. [. ti\ geneigt ftnb. <Bonft aber fann ber 5Öein [ehr »obltbdtig wirfen, ben Körper erwärmen, ftdrfen, wie auch ben (3dft better nnb inntt)ig macf)en. ^t barf aber nid)t aU gew6f)n(ic^eö ©etrdnf genolTen werben, fonbern nur infofern, aU ber .Körper ober ©eijl einer ©tdrfnng nnb ^Belebung bebarf, mz eg 5. S5. nad^ einer anftrengenben !6rperlid)en ober geif^igen 53efcf)dftigung, ober aiuh fonfl Ui fd)wdcl)Iid)en ober alten ^erfonen juweilen ber gatt i]t 2Q3enn ber SBein gewö^ntic^ in grofer 9)?enge getrunfen wirb, fo entfielen früber ober fpäter ©ci^wäc^e ber 35erbaU' ung, wie auc^ ©tum^f^eit unb ©c^wa^e bee 9'?erüenft)ftemö, wobur^ bie ^egierbe nac| Söeingenuf immer me^v gefteigert tt)irb. 2)er an^altenbe 9)?ifbrau(|) be^ äßeinS [^tt)ä^t enb= lic^ ben ganzen ^i)rper in |)o|iem @rabe, öerurfa^t manc^er= lei ^ranf^eiten unb weiften^ einen frühzeitigen ^ob. — Sßenn ber 2Sein auf einmal in grofem Uebermaap getrunfen wirb, fo bewirft er eine fe^r j^arfe Slufregung beö 23Iutge= fäff^jiemö, |)eftige Saßungen, Umnebelung ber (£inne unb ^Betäubung ber ©eelenfräfte, fo ba^' ber aJ?enfc^ nirf;t me^r im ®tanb ift, mit S3ewuf tfein unb SSernunft ^u ^anbetn, an^ Wof;I feibfl feiner ©lieber nid^t mebr mächtig t|l. gine fold^e ^evaufc()un9 würbigt ben Ü)?enftiett unter baö Z^kx](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21062031_0174.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)