Lehrbuch der Anthropologie und Diätetik für Schulen und zum Selbstunterrichte / von Franz Klee.
- Klee, Franz.
- Date:
- 1841
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Credit: Lehrbuch der Anthropologie und Diätetik für Schulen und zum Selbstunterrichte / von Franz Klee. Source: Wellcome Collection.
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![§. 528. SO?ait fei immer barauf 6ebad)t, ben ^ranfen, unb öorjuglict) bie mit bem anflecfenben Ucbtl 6el)afteten Xljtik, fo menig afö mogHci) ju berüf)ren. Wlan pte ft(^ alfo ben ^ranfen p füffen, tet t^^m tn einem 93ette ju fc^tafen, unb namentlich einem tranigen bie ^anb ju gekn. ^at man aBer auö Unöorftc^tigfeit, Un* iüiffen^eit ober not^gebrungen ben ^'ranfen boc^ :6erü^rt, fo eile man bie |)änbe tüchtig mit ©eife ju ioafc^en, teöor man bamit anbere Steile beö Äörperö, namentli^ biej'enigen, Juelc^e mit einer jarten Dber^aut Uieät ober mit einer Sö^Uxm^ ^aut oerfe:^en finb, wie 3. 33. ber a)?unb, bie 2(ugen unb bie ^lafenöffnungen u. f- tt)., krü^rt. 2Benn man einen folc^en ^'ranfen ju pflegen ^at unb i^n atfo jumeilen ierü^ren muf, fo forge man oor^^üglic^ bafür, baf biejenigen S^^eiTe, welche auf irgenb eine 2lrt, wenn auc^ noc| fo unSebeutenb, üerle^t unb t^rer Dber^^aut tserauBt, ober oon Statur ober in ?^oIge einer 3SernarBung nur mit einer i^arten Oberhaut öerfe^en ftnb, öor ber Sinwirfung beö Äranfl^eitögifteö bewahrt werben. §. 529. ^an l)ute jTd) auct) aUc @eratl)frf)aften unb @e^ geiifldube, welche ber Traufe ge6raud)t unb 6erül)rt iiat, felbfl ju gc6rauct)en unb ju 6erüt)ren, «jenn fTe nict)t üorl)er 'oüH' fommen gereinigt werben iinh, Xiemnac^ benü^e man Weber baö S3ett noc^ bie ^feibungö* flücle eineö folc^en Traufen, gebrauche feine ©egenftänbe, 3. 25. SlaBadöpfeife, Srinfgefäfe, Löffel, ®äbtt, 3a^nftO(^er u. f. w., wet^ß ber ^ranfe in ben <^änben ober im 3D?unbe ge^bt ^at dbenfo foti man ftc^ auc^ oor ben oon folgen Äranfen benü^ten 2t6tritten unb S'jac^tgefc^irren pten, ober we* uigfienö biefe(6en xxid)t mit ben entblößten 2:§eilen berühren. ßn ^Sejie^ung auf frembe SOtenfc^^en, oon bereu ©efunb^ ^cit man nirf)t überzeugt ift, mu^ man ebenfo be^utfam jtt 3Öer!e ge^en, unb uamenttid^ in 23enu|ung oon @erdt^= f(^aften, welche f(|on öon fremben, unbefannten 9)?enf(^en gebraucht worben ftnb, bie größte SSorftt^t beobachten» §. 530. 3n S8eätel)nng auf biejenigcn Äranfl)eitett, beren (Sjtft nid]t nnr an bem Äranfen unb ben t)on tt)m gebranctiten ©erätbfdiaften l)aftet, fonbern fid) and) ringsum in ber ?nft verbreitet (f. §. 523—524.), t)at man and) nod? anbere 33or* fdjriften ju beobaditen, nnb jwar fofgcnbe. §. 531. 2>or allem ipt eö notl^ig, ta^ man nidit dngillid) unb furd)tfam, fonbern unter genauer 33eobad)tnng ber ^tüecf* mdgigen 2>erl)altnng^regeln rubig, guten 9y?utl)eö, unbeforgt,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21062031_0192.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)