Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist.
- Feist, Franz Ludwig.
- Date:
- 1839
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Credit: Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist. Source: Wellcome Collection.
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![wandbeinen. Dag-eg'en sag-t Chelius *): ^,Sie haben in der Regel ihren Sitz auf den Seitenwandbeinen, häufiger auf dem rechten; doch hat man sie auch zuwei- len auf dem Hinterhaupte und dem Schlafbeine beobachtet.^' Dieffenbach ') sagft: „Die Blutgeschwiilst ist an allen behaarten Theiten des Kopfes beobachtet worden. Unter einer grossen Anzahl von Fällen, ivelche mir in der chirurgi- schen Praxis vorkamen, habe ich sie bei weitem am häufigsten auf den Scheitel- beinen, seltener am Hinterhaupts- und Stirnbeine, aber noch nie in der Schlä- fengegend gefunden, wiewohl sie auch hier nach den Beobachtungen Anderer vorkommen. HoERE*) sah sie nie auf dem Stirnbeine, immer auf den Scheitelbeinen, und zwar mehr auf dem rechten, als dem linken^ und nur einmal auf dem Hin- terhauptsbeine, und zwar nach dem Gebrauche der Geburtszang-e. Dieser von HoERE a. a. O. S. 15 und 16 erzählte Fall scheint uns eine g-ewöhnliche, durch den Druck des Zang^enloffels erzeug-te Islotbeule, aber keine Kopfblutg-eschwulst zu sein. Der von El. v. Siebold beobachtete und in seinem Journal Bd. VII. St. 5. S. 973 mitg-etheilte Fall einer Blutbeole am Hinterkopfe, der öfter für eine Kopfblutgeschwulst citirt wird, ist offenbar keine solche, und wird auch von Siebold für eine solche nicht ausg'cgeben. M. Mombert*) und C. Schneemann^) erzählen Fälle vom Sitze der Geschwulst auf dem Hinterhauptsknochen. Nach J. Ä. B u R c H A n D ^) wurden bei 45 Neug-ebornen 55 Kopfblutg-e- schwülste beobachtet. Dreifsig safsen auf dem rechten, siebenzehn auf dem lin- ken Scheitelbeine, drei auf dem Hinterhauptsbeine und eine auf dem rechten Stirnbeine. Bei zwei Fällen ist der Sitz nicht ganz g^enau angegieben, doch war er auf den Scheitelbeinen. IVaegele ist nach seinen eignen und nach den von tüchtig:en Beobachtern ihm mitgetheilten Fällen g^eneig-t, anzunehmen, dafs die Schriftsteller, welche Kopfblutg-eschwülste erwähnen, die ihren Sitz auf den Schläfebeinen, auf dem Stirn- oder Hinterhauptsbeine g^ehabt, oder die ]\ähte überschritten haben sollen, *) Handbuch der Chirurgie. Dritte Auflage. §. 1589. ®) RüST, Theoretisch-praktisches Handbuch der Chirurgie. 18.30. Bd. I. S. 130. ^3 De tumore cranii recens natorum sanguineo et externo et interno, annexis observationibus de cranii impressionibus et fissuris. Berolini 1834. p. 15 et 17. *) SiRBOLu's .Journal. 1833. Bd. XII. St. 3. S. 331. ^) Rust's Magazin für die gesammte Heilkunde. Bd. XXXVI. H. 1. S. 4—7. ^) De tumore cranii recens natorum sanguineo symbolae c. tabiil. aeri incisis duabus. Vratis- laviae 1837. p. 13.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2105163x_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


