Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist.
- Feist, Franz Ludwig.
- Date:
- 1839
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
25/60 page 17
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![bald wabrg^enommen, bald nicht wabrg^enommen haben will. J, Chr. Gottfb. JoERG ') sa(rt: ,fFindet in der Geschwulst ein Pulsiren statt, so dürfen wir mit vieler Gewissheit annehmen, dass sie Gehirnmasse in sich schliesse'''', allein dies ist unrichti(]^, da INaegele u. A. Pulsation in der Kopfblutg-eschwulst wahrg^enommen haben. — Als besonders charakteristisch für den an|yebornen Hirnbruch wird aber ein deutlich fühlbarer Knochenring- an der Basis der Geschwulst angenommen^ wie angegeben fühlt man aber diesen Ring oder Rand auch in der gröfsten Mehr- zahl der Kopfblutgeschwülste. Ist in dem Bruchsache zugleich Wasser ange- sammelt (Hydroencephalocele), so zeigt der Hirnbruch auch Fluctuation. I\ach dieser Schilderung hommen dem angebornen Hirnbruche alle für das Ce- phalaematom oben angegebene charahteristische Merkmale zu. Sogar die Erscheinung, dafs auf einen angebrachten Druck bei dem Hirnbruche Schlafsucht, Betäubung, Ohnmächten, Scheintod, Zuckungen u. dgl. entstehen, will Goelis'^) wenigstens insofern bei der Kopfblulgeschwulst geltend machen, als er von einem Betäubungs- zustande durch Spannung und Druck dieser Geschwulst spricht. Naegelb') hat sich ein sehr grofses Verdienst erworben, dafs er die Lehre von dem angebornen Hirnbruche und die für diesen aufgeführten Beobachtungen einer scharfen Critik unterworfen und bewiesen hat, dafs gerade diejenigen Fälle, auf welche die Schule sich stets berufen, gar keine Hirnbrüche, sondern Kopf- blutgeschwülste sind, dafs somit der Hirnbruch durchaus nicht an der Stelle des Schädels seinen Sitz hat, wo man ihn insbesondere zu finden glaubt. Nach Naegele's*) scharfsinniger Untersuchung gehört es zur Charakteristik des ange- bornen Hirnbruches und zu seiner Unterscheidung von der Kopfblutgeschwulst, dass er äusserst selten oder vielmehr nie auf dem Scheitelbeine vorkomme, son- dern an den Fontanellen, an den Nähten und dem Hinterhauptsbeine, und hin- wiederum ungleich häufiger an der hintern Fontanelle, an der Lambdanaht und dem Hinterhauptsbeine, als an der vordem Fontanelle und der Krön- und Stirn- Naht ^ dass hingegen die Kopfblutgeschwülste ivohl immer ihren Sitz auf den Scheitelbeinen haben. Uebrigens kann der angeborne Hirnbruch von der Kopf- blutgeschwulst noch dadurch unterschieden werden, dafs jener oft durch einen *) Handbuch zum Ei-kennen und Heilen der Kinderkrankheiten. Zweite Auflage. Leipzig 1836. 8. 298. 23 A. a. 0. S. 191. ') Hdfe].and's Journal. 1832. Maiheft. S 1 tf. u. Zell er de cephalaematomate. pag. 8 seq. *) Ebendaselbst, Maiheft. S. 19. 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2105163x_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)