Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist.
- Feist, Franz Ludwig.
- Date:
- 1839
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Wenn der scharfsinnige W. »I. Schmitt*) sagt: ^^Gcwiss ist e*, dasis wir über die genetischen lerlüiltnisse der KopfbliiUjeschwulst nemjehorner Kin- der, ja selbst über ihr Miesen noch nicht im Reinen sind*', und wenn der g-eistreiche IVaegele') seinen Schüler Zeller sagen läfst: ,,Tenebrrts, ijuibus modus, quo [cephalaematoma] oritur, involntiis, dispellere non mideo^'^ so dürfen wir wohl noch nicht hoffen, dafs der Schleier, der die Genesis der Krankheit deckt, so leicht gelöst werde. Die Behauptung von Uli ch aelis'), dafs bei allen diesen Geschwülsten an der Stelle des Sitzes die äufsere Tafel fehle und die Diploe blofs liege, dafs das Leiden des Knochens das primäre und die Blutgeschwulst das secundäre Uebel wäre, welche Ansicht lange sich geltend erhielt, und welcher selbst Palletta beipflichtet, ist durch die Erfahrung längst widerlegt. Schon Scheidebauer*) hielt die Erscheinung am Knochen nicht für Ursache, son- dern für Folge der Blutgeschwulst, und erzählte, dafs er diese zuweilen zer- theilt habe. Naegele^) fand den Knochen bei zu gehöriger Zeit unternom- mener Oefljiung der Blutbeule nie rauh, verdorben oder angefressen , sondern glatt. Ein Gleiches beobachtete Stein ^), der Neffe ^ die Erfahrung der neuern Zeit hat dieses bestätigt. JXaegele ^) sÄellle fragweise die Ansicht hin, ob zu diesen Blutergiefsun- gen nicht vielleicht Varicositäten der den Schädel durchdringenden Blutgefäfse (deren Entstehung vielleicht selbst durch die Ausbildung der Schädelknochen veranlafst werde), die vor oder während der Geburt bersten, Anlafs geben; ob nicht die Einleitung- der Respiration und der neue Kreislauf gleich nach der Geburt des Kindes zur Yergröfserung dieser Blutbeulen beitragen? In der eben citirten Commentation p. 17 gibt er folgende Gründe für diese Meinung an: 1) dafs solche Biutgeschwülste meistens bis zu einem gewissen Grade wachsen, und 2) dafs er bemerkt habe, dafs das aus denselben entleerte Blut im Allgemeinen mehr hellroth und dem Arterienblut ähnlich sei, je früher die Geschwülste geöff- *) Med. chir. Zeitung. 1819. Bd. I. No. JJl. S. 337 ff. '3 De ceplialaematomate p. 15. ^3 Lodkk's Journal Bd. II. St. 4. S. 657 ff. *) Ebendaselbst S. 663. *) Erfahrungen und Abhandlungen S. 250 und Zkllkb de cephalaematomate p- 6. *) Annalen der Geburtshiilfe St. 4. S. 67. ') Erfahrungen und Abhandlungen S. 253.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2105163x_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)