Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist.
- Feist, Franz Ludwig.
- Date:
- 1839
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber die Kopfblutgeschwulst der Neugebornen / von Franz Ludwig Feist. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![F. Khaus*) fand an der Stelle, wo der Einschnitt in die Kopfliliitjyeschwulst g^einacht worden war, ein Geschwür von der Gröfse eines Silberg^roschens, mit Eiter bedecjkt, unter dem der rauhe Knochen (rechtes Scheitelbein) lag-. Am obern Rande dieses Scheitelbeines, nahe an der Pfeilnaht, wo man früher durch die wulstige Bedeckung einen rauhen Knochen durchzufühlen glaubte, nahm man in einer wenig erhaltenen Geschwulst, im Umfange eines Sechsers, Fluktuation wahr. — Es waren bei diesem Kinde zwei Blutgeschwülste, auf jedem Scheitel- beine eine, vorhanden. Die auf dem rechten war geöffnet worden. Da aber nach dem Einschnitte derselben ein flüssiges, hellrothes Blut ausflofs und das Kind nach der Operation sehr schwach wurde, so unterblieb die Eröffnung der Geschwulst auf dem linken Scheitelbeine. — Bei Abnahme der Galea aponeuro- tica zeigte sich auf diesem Knochen eine sich dick - breiartig anzufühlende, ganz schwarze Masse durch das Pericranium durchscheinend. Diese Masse schien nach Wegnahme dieser Haut, als eine nur messerrücken - dicke Lage festgestockten, ganz schwarzen Blutes, das auf dem etwas rauhen, von seiner äufsern Lamelle entblöfsten Knochen auflag. Auf dem rauhen Knochenringe, der dieses Extra- vasat, eine kleine Strecke gegen das Schläfebein hin ausgenommen, rings um- schlofs, war die Knochenhaut fest verwachsen 5 an einem Punkte des obern Ran- des schien selbst eine feine Knochenlamelle, wie angeflogen, die innere Fläche dieser Haut zu bedecken. Zwischen dieser krankhaften Stelle des linken Schei- telbeines und der Pfeilnaht war eine kreuzergrofse Platte des Knochens äufserst dünn und biegsam, wie Postpapier, aber glatt. An der oben bezeichneten fluctuirenden Stelle des rechten Scheitelbeines, nahe an der Pfeilnaht, fand man unter der Galea aponeurotica etwa eine Nufs- schale voll dünnen Eiters, die Knochenhaut zerstört, die Oberfläche des Knochens rauh, vertieft, und in dieser Vertiefung eine erbsengrofse Stelle der harten Hirn- haut off'en daliegend. Auf dem übrigen Knochen lag die Knochenhaut ziemlich fest auf, fester noch war sie auf dem noch ganz deutlichen Knochenring rings um die frühere ßlutgeschwulst, am festesten aber auf einer Stelle in der Mitte des Scheitelbeines verwachsen, die man gleich nach der Operation als eine ab- norme hatte wahrnehmen können. ]\ach sorgfältiger Abnahme der Knochenhaut erschien hier eine fast ovale Vertiefung, in der ein bedeutendes Stück Knochen fehlte, an andern Stellen desselben aber inselartige Ossificationspunkte. Unter](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2105163x_0043.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)