Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein.
- Friedrich Konrad Beilstein
- Date:
- 1893-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![+ 12H,0; (C5Hn.NHj)Al.H(SO;)2 -f 12H20. Die Platindoppelsalze des Tetramethyliums und Trimethyläthyliums krystallisiren regulär: (N[CH3l,Cl)5.PtCl,; (N[CH3]3[C2H5]Cl)2.PtCl„ — aber die Platinsalze von Diinethyldiäthylium, Methyltriäthylium und Tetraäthylium krystallisiren quadratisch (Klein, A. 181, 368): (N[CH3],[C2HJXl),.PtCl,; (NLCHgXCHJgCI^.PtCl,; (N[C,H5l,Cl\.PtCl,. An den Bezolderivaten beobachtete Geoth {B. 3, 449) eine gesetzmäfsige Aenderung der Krystallform, sobald der Wasserstoff im Benzol durch andere Elemente oder Atom- gruppen ersetzt wird. Geoth bezeichnet diese Erscheinung als Morphotropie. Dieselbe besteht in Folgendem. 1. Bei der Substitution von Wasserstoff durch HO oder NOj bleiben zwei Axen (a und b) ungeändert, und nur die dritte Axe (c) ändert sich: sie wird gröfser für jede neu eintretende Gruppe NOj. 2. Bei der Vertretung des Wasserstoffes dvirch Chlor, Brom, Jod geht das Krystall- sytem in ein weniger regelmäfsiges über. Dasselbe scheint der Fall zu sein bei der Vertretung des Wasserstoffes durch Methyl: QH« - rhombisch P^^S^^ ! - monoklin pCsH^Br^ J p-Chloranilin CgH^Cl.NHj — rhombisch p-Chlortoluidin C6H3(CH3)C1.NH2 — monoklin. Das Brom kann beliebig viel Chloratome ersetzen, ohne dafs die Isomorphie auf- hört. Chlor und Brom sind also isomorphotrop. Natürlich kann dies nur stattfinden, sobald das Brom genau dieselbe Stelle im Molekül der Verbindung ersetzt, welche das Chlor irne hatte. Regelmäfsigkeiten in der Krystallform von isomeren Verbindungen u. s. w.: Bodewig, J. 1879, 4. Löslichkeit. Die Kohlenwasserstoffe sind wenig oder gar nicht löslich in Wasser. Von den sauorstoffTialtigen Körpern sind jene meist leichter in Wasser löslich, die mehr Sauerstoff enthalten. — In Alkohol lösen sich die meisten organischen Körper. — In Aether lösen sich sehr viele Körper, namentlich Kohlenwasserstoffe, Säuren und Basen. Die mehr- atomigen Alkohole (Glycerin etc.) sind in Aether unlöslich. Bei homologen Gliedern der Fettreihe (Alkohole, Säuren, Aldehyde etc.) nimmt die Löslichkeit in Wasser mit zunehmendem Kohlenstoftgehalt ab. Die Körper der aromatischen Reihe sind im Allgemeinen wenig löslich in Wasser, namentlich viel weniger als die entsprechenden Repräsentanten der Fettreihe. Von iso- meren Verbindungen ist diejenige meist löslicher, welche eine weniger symmetrische An- ordnung besitzt (Caenelley, Phil. Mag. !6l 13, 180). In der aromatischen Reihe sind z. B. die p-Verbindungen weniger löslich als die isomeren o- und m-Derivate. Wird ein Körper gleichzeitig mit zwei Lösungsnntteln zusammengebracht, in denen er sich lösen kann, so theilt er sich stets zwischen beiden Lösungsmitteln nach einem einfachen Verhältnisse. Die von einem gleichen Volumen der beiden Flüssigkeiten gelösten Mengen stehen unter sich in einem konstanten Verhältniss (The ilungskoefficient). Dieser Koefficient ist unabhängig von dem relativen Volumen der beiden Lösungsmittel, aber abhängig von der Koncentration und Temperatur (Berthelot, Jungfleisch, J. 1869, 45.) Der Theilungskoefficient ist konstant, wenn dem gelösten Stoffe in beiden Lösungsmitteln die gleiche Molekulargröfse zukommt (Nernst, Ph. Ch. 8, 110). Als praktische Regel ergiebt sich aus dieser Thatsache, dass, wenn man einen Körper aus einer wässerigen Lösung durch Aether ausschütteln will, es irrationell ist, nur einmal und mit viel Aether auszuschütteln. Rascher kommt man zum Ziele, wenn man wieder- holt mit kleinen Mengen Aether schüttelt. Hat man zwei Körper und zwei Lösungsmittel, so theilen sich die beiden Körper zwischen die Lösungsmittel gerade so, wie wenn jeder Körper allein vorhanden wäre. Sehr beachtenswerth ist die Beobachtung, dafs Cinchonin in einem Gemisch von Alkohol und Chloroform löslicher ist, als in jeder von diesen Flüssigkeiten für sich (OUDEMANS, A. 166, 74). Löslichkeit isomerer Körper. Von 2 isomeren Körpern besitzt derjenige mit niedrigerem Schmelzpunkte die gröfste Löslichkeit; — das Verhältniss der Löslichkeit zweier isomerer Körper ist konstant und unabhängig vom Lösungsmittel (Carnelley, Thomson, Sog 53, 801). Dampfdruckverminderung von Lösungen. Ist f = der Dampfdruck eines Lösungsmittels (Aether) fj derjenige der Lösung eines Stoffes in jenem Lösungsmittel, so](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21183405_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)