Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein.
- Friedrich Konrad Beilstein
- Date:
- 1893-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Dass das spec. Vol. des Kohlenstoffatomes gleich dem von 2 Wasserstoffatomen sei, wird durch neue Versuche nicht bestätigt. Das für ein jedes Element berechnete spec. Vol. schwankt überhaupt viel zu sehr, je nach der Art der Ableitung, als dass es möglich wäre, jedem Element ein bestimmtes spec. Vol. zuzuschreiben (Lossen, A. 233, 316). Theoretische Betrachtungen über spec. Volume: Mendelejew (J. 1858, 291; TscHEBMAK {Ä. 112, 129 Und 114, 25); Persoz (•/. 1865,29 und 33); IIinrichs (J. 1868, 26); R. Hermann (J. pr. [2] 13, 395; 17, 49). Nach EossEN (Ä. 254, 50) lässt sich das Molekularvolumen (beim Siedepunkte) der organischen Verbindungen a priori berechnen aus den beiden Formeln: I. Cn Hm Op (^l) = 10,45. n + 5,225. m + 10,45. p + \\ (n-2j^ + 1,5. ^, n. Cn Hm Op f^) = 10,45. n 4- 5,225. m + 10,45. p + ^ (n—4j^ -j- 1,5. /* wo die Formel I für Fettkörper, Formel II für aromatische Verbindungen gilt. /* be- zeichnet die Zahl der Wasserstoffatome, welche an jedem in der Verbindung enthaltenen Alkyl Cn H^n^, fehlen. Für die chlorhaltigen und andere Verbindungen gelten die Werthe: Cl = 21,8; Br == 29.1; J = 39,6; S = 23,5; N = 7; CN = 30; NO, = 32,6; P'i' = 25,9; P^ = 19,3. Nach Berthei.ot (A. eh. [3] 48, 322) läfst sich das spec. Volumen einer Ver- bindung aus dem spec. Volumen ihrer Komponenten berechnen. Der Weingeist CjHgO verbindet sich mit Essigsäure C^H^Oj zu Essigätlier CJIgO.j, unter Austritt von Wasser. C,H,0 + C,H,0, = C,H,0, + H,0. Spec. Vol. des Alkohols = 62,2 „ der Essigsäure = 63,7 125,9 „ des Wassers = 18,8 „ des Essigäthers = 107,1 (berechnet) = 107,6 (beobachtet). Zusammendrückbarkeit von Flüssigkeiten. Amagat (J. 1877, 70) hat die Zusammendrückbarkeit von Holzgeist, Weingeist, Aether, Chloroform. Schwefelkohlenstoff, Essigäther, Benzol u. s. w. bestimmt. Es liegen nur die Zahlenwerthe vor: allgemeine Folgerungen sind noch nicht abgeleitet worden. Volumenveränderungen beim Mischen von Flüssigkeiten. Beobachtungen an Alkohol und Aether, Alkohol und Schwefelkohlenstoff u. s. w.: BussY, Buignet (J. 1864, 681. Die beim Mischen indifferenter Flüssigkeiten auftreten- den Volumveränderungen scheinen nur von der Konstitution der Körper abzuhängen (F. D. Brown, Soc. 39, 202). Kohäsion. WiLHELMY (J. 1864, 6) bezeichnet als Kapillaritätskoefficienten (a) das Gewicht der Flüssigkeit, welche an einem eingetauchten festen Körper für die Längeneinheit der tvontaktlinie (1 mmj kapillar gehoben wird. Nach Wilhelmy haben homologe Substanzen gleiche Kapillaritätskoefficienten. — Isomere Verbindungen haben nur bei verwandtem, chemischem Charakter gleiche Kapillaritätskoefficienten. R. Schiff (A. 223, 47) hat die Kapillaritätskonstanten a- (d. h. die Steighöhe in einem Rohre von 1 mm Radius) der Flüssigkeiten beim Siedepunkte bestimmt. Bezeichnet a' die Kapillaritätskonstante, s = das spec. Gewicht beim Siedepunkte, m = das Mole- kulargewicht, so ist die gehobene Molekülzahl: 1000.a-.s N = 2m Eine Vergleichung der Molekülzahlen N ergiebt, dass in Bezug auf die Kapillaritätskon- stanten äquivalent ist: C = H, O = H3 Cl = H„ und es können also die Molekülzahlen der Verbindungen durch eine äquivalente Anzahl von Wasserstoffatomen ausgedrückt werden. Die Werthe dieser Wasserstoffatome ergeben sich aus der Gleichung: log y = 2,8155—0,00728 x—log x, wo X = die Anzahl der Wasserstoffatome und y = die gehobene Molekülzahl N bedeutet.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21183405_0073.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)