Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein.
- Friedrich Konrad Beilstein
- Date:
- 1893-1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der organischen Chemie / von F. Beilstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![100376 EINLEITUNG. 29 A usf lusskoefficienten homologer Alkohole: Gj'erout, J. 1875, 34. Stbudel (P. [2] 16, 383) hat aus der Transpiration der Dämpfe der Alkohole CnHjn^jO und Haloidester CßH^p^iR die Reibungskoefficieuten (und daraus die Mole- kulargeschwindigkeit und die relativen Volume der Moleküle) dieser Körper berechnet. Homologe Verbindungen besitzen nahezu die gleiche Reibungskonstante (Lothar Meyer, P. [2| 16, 394). Innere Reibung verd. wässeriger Lösungen von Alkoholen u. s. w.: Arrhenius, Ph. C'h. 1, 288. Oberflächenspannung. In wässerigen Lösungen von Alkoholen oder Säuren der Fettreihe mit gleicher Oberflächenspannung stehen die Volumprocente an Alkohol und Säure in einem konstanten Verhältniss, das unabhängig ist von der Spannung (Duclaux, Ä. eh. [5] 13, 100). Transpiration von Dämpfen (Benzol): Lothar Meyer (P. [2] 8, 497). Von den Dämpfen der Ester CnlL^Oj transpirireu beim Siedepunkte und bei 760 mm nahezu gleiche Volume (L. Meyer, Schumamn, P. [2] 13, 1). Bei den Alkoholen CJ^H,,J^,0 und Haloidestern CnH^n+iI^ nimmt die Transpirationszeit mit steigendem Molekulargewicht zu. Von isomeren Körpern transpiriren die normalen Derivate am langsamsten und die tertiären Derivate am schnellsten (Steudel, P. [2] 16, 382). Bestimmung der Reibungskoefficienten von Dämpfen der Ester G^^^xfi-i '• Schümann, P. [2] 23, 387. Winkelmann (P. [2] 23, 203) untersuchte die Diffusion der Ester CqHj„02 in Luft, Wasserstoff und Kohlensäure. Er findet, dass die Diffusionskoefficienteu isomerer Ester nur geringe Unterschiede zeigen. In der Reihe der Homologen nehmen die Diffu- sionskoefficienten mit wachsendem Molekulargewicht ab. Unter gleichen Umständen diffundirt in der gleichen Zeit die gleiche Gewichtsmenge der verschiedenen Dämpfe. Aus seinen Versuchen folgert Winkelmann ferner : 1. Die mittleren Wegelängen der Dampfmoleküle nehmen mit wachsendem Mole- kulargewicht bedeutend ab. 2. Durch jeden Zuwachs von CH^ nimmt der Querschnitt der Molekularsphäre sehr nahe um eine konstante Gröfse zu. 3. Die Atome haben keine kugelförmige, sondern eine plattenförmige Anordnung. Diffusion der Alkohole CuHj^^gO und Säuren CuHja^-i in Luft u. s. w.: Winkelmann, P. [2J 26, 105. Siedepunkt. Bestimmung des Siedepunktes. Bei Siedepunktsbestimmungeii darf die Kugel des Thermometers nicht in den siedenden Körper tauchen, sondern nur iu den Dampf des- selben. Befindet sich nicht der ganze Quecksilberfaden des Thermometers im Dampf — und dies findet bei Destillationen in Retorten gemeiniglich statt —, so wird natürlich der Siedepunkt einer Substanz zu niedrig gefunden, weil der aus dem Siedegefäfs heraus- ragende Quecksilberfaden durch die umgebende Luft abgekühlt wird. Man nimmt deshalb die Bestimmung des Siedepunktes in langen Siedekölbchen (Fig. 11) vor, welche es gestatten, den Queck- silberfaden des Thermometers voll- ständig in den Dampf des sieden den Körpers einzutauchen. Hochsiedende Körper verlangen natürlich lange Siedekölbchen und daher auch entsprechend viel Substanz. Stehen aber von dieser nur kleine Mengen zu Gebote, und muss man in kleinen Kölb- chen destilliren, so benutzt man abgekürzte Thermometer, die über dem Quecksilbergefäfs eine Er- weiterung haben, und wo die (Zincke, A. 161, 95). Um den Fehler, welcher durch den aus dem Siedegefäfs heraasragenden Quecksilber- faden bewirkt wird, zu eliminiren hat Rimbach {B. 22, 3072) Tabellen zusammengestellt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21183405_0075.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)