Handbuch der pathogenen mikroorganismen, unter mitwirkung / von ... Rudolph Abel ... [u. a.] nebst mikrophotographischem atlas. zusammengestellt von prof. dr. A. Wassermann.
- Date:
- 1902-04
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Credit: Handbuch der pathogenen mikroorganismen, unter mitwirkung / von ... Rudolph Abel ... [u. a.] nebst mikrophotographischem atlas. zusammengestellt von prof. dr. A. Wassermann. Source: Wellcome Collection.
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![bepflanzt, terminal lie^t das von ^viilstartig-en Lii)pen nnisäiimte C} tüstom, das in einen kurzen Kschlund führt; dem Cytostom ent^’e^'cn^vsetzt lic^’t der After, die zahlreichen Wasservakuolen sind iinregelmälH^’ au der Oberfläche zerstreut. Das Tier selbst ist sehr metabol. Das Eutoplasmu besitzt zahlreiche ruudliclie, i;länzeude Stotfwccliselprodukte und feinere, dunkle Granulationen. Der Grollkern ist hufeisenförmig-, der Kleinkern ist nur bei juiig-eii Tieren leicht nachweisl)ar und soll nach Zacharias bei erwachsenen Tieren gar nicht vorlianden sein. Die Länge des Tieres beträgt \'2 Vermehrung erfolgt meist im Cysteuzustaiide; die auf den Moden der Acpiaricu oder Teiche gefallenen Infusorien scheiden unter Motatioiien eine gallertige Hülle ab und teilen sich je nach der Temperatur im Verlaufe von 1—2 Tagen zunächst iii 2 dann 4 und sehr zahlreiche (mehrere Hundert) Teilstücke, an denen man den Hauptkern und den ÄTdjeukern in Si)indclbildung sehr wohl unterscheiden kann. Die Jungen Tiere messen durchschnittlich 45 /c Sobald die Teilung vorüber ist, durchbrechen die Schwärmer die Cyste Fig’. 77. Ichthyopluhirius multifiliis. a gauzes Tier, b Vermehruiigscyste, c eiu cbou ausgekrocheues Tier mit ^'akuole, Haupt- und Nebeiikeni (uueh Mütsciili). und setzen sich an die Haut der Fische fest; durch den auf diese Weise verursachten Heiz wird eine lebhafte Vermehrungsthätigkeit der um- gebenden ^\’irtszellen angebahiit, von denen viele zu (H*undc gehen und zur Ernährung der Farasiten dienen. Fm den Farasiten bildet sich zunächst eine Art V(ui Wall, später eiu kleines, weiblich graues, scharf umrandetes Knötchen von ^ —1 mm Grübe. Manchmal schlicbt ein solches Knötchen auch zwei Farasiten ein, die sich aber hier nicht, wie neuere Forschungen erwiesen haben, vermehrt hatten. Die Knötchen kommen auf allen Körperteilen der Fische (wie Seiten, Kopf und Flossen) vor. Sobald der Farasit herangewachsen ist, zers])reng*t er das Knötchen, wodurch die Haut siebartig durchlöchert wird, teilt sich manchmal noch im freischwimmenden Zustande, fällt aber meistens auf den Moden um sich hier zu encysticren und den Cyklus vom neuen zu beginnen. Da unter diesen Umständen Makterien, Filze und Saprolegnien die Haut leicht infizieren, gehen die Fische, besonders die junge Mrut,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907481_1024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


