Handbuch der pathogenen mikroorganismen, unter mitwirkung / von ... Rudolph Abel ... [u. a.] nebst mikrophotographischem atlas. zusammengestellt von prof. dr. A. Wassermann.
- Date:
- 1902-04
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Credit: Handbuch der pathogenen mikroorganismen, unter mitwirkung / von ... Rudolph Abel ... [u. a.] nebst mikrophotographischem atlas. zusammengestellt von prof. dr. A. Wassermann. Source: Wellcome Collection.
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![einem kurzen rinnen- oder triclitertorniig*en Peristoin, das sicli in einen kurzen Schlund fortsetzt, ausgestattet. Die Zellobertläche nnigrcnzt eine Pellicnla, unter der eine dentlielie ektoplasmatisclie Alveolarseliielit liegt. Der Körper ist zart gestreift und mit feinen vermutlich auf lhisalkör])ern ansitzenden Cilien, die nach Solowjkw nicht in Peihen stehen sollen, bedeckt. Yignox konnte an Schnitten nur einen dunklen Hasalsaum uachweisen. Das trübe Ento])lasma enthält Schleim und Fetttro])fen. Heim ZertlieBen des Tieres konnte Paramyelin nachgewiesen werden. Die Tiere sind sehr gefräBig und nach Sikvers oft ganz mit auf- genommeuen roten Plutkörpern vollgestopft. Im allgemeinen sind zwei kontraktile Vakuolen vorhanden. Die Stelle der jederzeit wiederum verklebenden Afterötfnung wird meist durch eine kugelförmige llervor- wölhung markieil. Der Großkern ist nieren- oder bohnenförmig und enthält viel chromatische Substanz, die staubartig über die alveolar- Fig. 7i). Balantidiuni coli. /, Teilungstadion, .7 Konjiigationsstadium (nach Lel'Ckaut . maschige, dichte achromatische Substanz verteilt ist; der Nebenkern ist klein, kugelig, bläscheubinnig. Länge des Tieres 00—10^1//, Breite 50-70.//. Die Teilung ist eine (^uerteilung, wobei sieh der Ilauptkern cinschnürt und der Kleinkeru auf dem Wege einer Mitosis teilt. Auch Konjugations- zustände sind bereits beobachtet worden, doch dürften manche diesbe- zügliche Angaben wie die von (Jurwitscii auf einem Irrtum beruhen. Die Dauercysten besitzen eine derbe Hülle und sind kugelig. Diese Cystenzustände dürften bei der Art der rebertragung von Bedeutung sein. Eigentümliche Kernbildung.'<stadien hat Solow.ikw beschrieben, doch scheint seine Beobachtung nicht völlig einwandsfrei zu sein. Das Balantidium kommt im Dickdarm des Menseben, sowie im Mast- darni des Schweines vor. Nach SiiE/iALow wurde das Balantidium coli 63mal, nach Sievers 44mal beim Menschen beobachtet; am häuligsten soll es in Schweden sein, sonst sind Fälle aus Busslaiid, Skandinavien, Finnland, Cochinchina, Italien, Deutschland, den Vereinigten Staaten und den Sundainseln beschrieben worden. Zuerst wurde dieser Parasit von Malmstex 1857 genau beschrieben. Lelckart machte dann auf das überaus häutige Vorkommen des Balautidiums beim Hausschweine auf-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907481_1026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


