Die Sektions-Statistik des Carcinoms am Berliner Städtischen Krankenhaus am Urban nebst kasuistischen Beiträgen : aus der pathologisch-anatomischen Anstalt des Krankenhauses / von Walter Redlich.
- Redlich, Walter, 1880-
- Date:
- 1907
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Credit: Die Sektions-Statistik des Carcinoms am Berliner Städtischen Krankenhaus am Urban nebst kasuistischen Beiträgen : aus der pathologisch-anatomischen Anstalt des Krankenhauses / von Walter Redlich. Source: Wellcome Collection.
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![stützt sich auf das mustergiltig gesammelte Material des Breslauer Statis¬ tischen Amtes und zieht alle Fehlerquellen in der statistischen Berechnung besonders genau in Betracht. 2. die Mortalitätsstatistik von Asch off aus seiner Arbeit „über die Verbreitung des Carcinoms in Berlin in den Jahren 1897—99.“ 3. die Morbiditäts- und Mortalitätsstatistik von Heimann, die das Material der preussischen Heilanstalten aus den Jahren 1895 und 96 be¬ handelt. Ein Nachteil dieser allgemeinen Statistiken gegenüber den rein chirur¬ gischen und Sektionsstatistiken ist der, dass mangels anatomischer oder chirurgischer Autopsie in vielen Fällen der Primärsitz des Carcinoms unklar bleibt und als solcher die Leber oder ein nicht-epitheliales, Meta¬ stasen aufweisendes Organ angegeben ist. Meine Arbeit stellt insofern eine Fortsetzung der Feilchenfeldschen Statistik dar, als das Material am gleichen Orte und unter wesentlich gleichen Bedingungen gesammelt worden ist. Ich habe auf Anregung von Herrn Professor Benda die Carcinomfälle, die in der Zeit vom 1. April 1900 bis 31. März 1905 am pathologischen Institut des Urban-Kranken¬ hauses zur Sektion kamen, einer Bearbeitung unterzogen.1) Herr Professor Benda beabsichtigt, weiter periodisch von 5 zu 5 Jahren gleichartige Ver¬ öffentlichungen erscheinen zu lassen. Auf diese Weise läge in absehbarer Zeit ein Material vor, das den für jede Statistik so grossen Vorteil derj einheitlichen Beobachtung und einheitlich geleiteten Bearbeitung für siclil hätte. —- Eine Vorbedingung für derartige Veröffentlichungen in gleich-j mässigen Perioden ist eine gewisse Konstanz des Materials nach Masse um Art: das Institut verfügt darüber in glücklichster Weise, wie die weiteij unten angeführten Zahlen zeigen werden. Ein solches konstantes und einheitlich beobachtetes Material ist auch am besten tauglich zur Entscheidung der jetzt viel diskutierten Frag« nach der Zunahme des Carcinoms. Besteht eine solche Zunahme wie sie u. a. für Preussen in den Jahren 1881—96 von Finkelnburg und Mäder für festgestellt erachtet wird — so müsste sie sich bei den| tödlichen Verlauf der meisten Krebsfälle auch in den Sektionsziffer] geltend machen, zumal wenn man die für das Carcinom nicht in BcJ tracht kommenden, der Zahl nach leichter schwankenden Sektionei der Kinder und jugendlichen Individuen abzieht und nur die Sektiom zahlen Erwachsener berücksichtigt. Diese Zahlen müssten gerade i| 1) Ich werde der Kürze wegen weiterhin die Zeit, aus der die Feilchenl feldsche Statistik stammt (1895—1900) als 1. Quinquennium, die Zeit, aus d<| vorliegende Arbeit stammt (1900—1905), als II. Quinquennium der CarcinonJ Sektionsstatistik des Urban-Krankenhauses bezeichnen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30611362_0006.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)