Erklärung der Sinnestäuschungen, Hallucinationen und Illusionen aller fünf Sinne : bei Gesunden und bei Kranken.
- Hoppe, Johann Ignaz, 1811-1891.
- Date:
- 1888
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Credit: Erklärung der Sinnestäuschungen, Hallucinationen und Illusionen aller fünf Sinne : bei Gesunden und bei Kranken. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![subjectiven Erscheinungen frühzeitiger und allgemeiner erkannt haben, so dass sich durch den Unterricht eine bessere Beleh- rung fortgepflanzt hätte. Man hat sogar die subjectiven Erschei- nungen selbst « Phantasmen • genannt, während sie naturge- schichtliche Wirklichkeiten sind. Die Ausdrücke « Phantasmen, Phantom, phantastisch, Phantasie etc. » muss man im vorlie- gendem Gebiete und auch überhaupt, wie alle Kunstausdrücke, ganz weglassen, wenn man klar werden will. Die Ausdrücke « subjectiv » und « objectiv » haben noch Niemand ein wesent- liches Verständniss gegeben. Das Gebiet der subjectiven Erscheinungen ist sehr gross. Ich verweise auf meine Abhandlung (in Herrn Laihr's Allge- meiner Zeitschrift für Psychiatrie, 1. Heft, 1887) über das entoptische Sehfeld (der geschlossenen Augen) und über das Hallucinationsmaterial. Ich theile daher hierüber nur das Wichtigste mit, zumal es sich in den mitgetheilten Beobachtungen reichlich wiederholt. Was von und aus der Hornhaut, aus der wässrigen Flüssigkeit, aus der Linse und Linsen-Kapsel, aus dem humor a<]ueus und aus dem Räume jenseits derselben bis an die retina auf die retina fällt und gesehen wird, das ist kein Hallucinationsmaterial, kann aber Illusionsmaterial sein. Hallucinationsmaterial sind nur wenige Erscheinungen, nämlich nur: die Lichterscheinungen, die aus der Netzhaut kommen und auch nicht einmal alle, ferner die Helligkei tserscheinungen, die Färb enerscheinungen und die dunklen Massen und Verdunklungen, die als der Ausdruck der Erschöpfung, Erlahmung oder vorübergehenden Ermüdung der Netzhaut zu betrachten sind. Ferner sind folgende thatsächliche, grob materielle Erscheinungen zu erwähnen: die Gefässe und die Blutkörperchen; beide werden halluci- nalorisch verwandt, vielleicht meistens nur als Träger der Farbenmassen. Sodann müssen wir die Pupille, die Pupil- lengegend und die Iris aufzählen als den passiven Schau- platz der Halluzinationen, als den vorherrschenden Anschau- ungs-Sitz der Licht-Helligkeit, der Farben- und Verdunklungs- zustände und als betheiligt auch bei der Gestaltung der Hal- lucinationen selbst. Ausserdem kommt auch der Pulsstoss der Art. centr. ret. in Betracht. Der mächtigste Arbeiter im Erzeugen von Bubjeottven Erscheinungen und im Gestalten der Hallucinationen ist aber der gelbe Fleck seihst, die inacula lutea, die auch durch](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21218304_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)