Ueber das Rückenmark und den electrischen Lappen von Torpedo / von Max Reichenheim.
- Reichenheim, Max.
- Date:
- 1878
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber das Rückenmark und den electrischen Lappen von Torpedo / von Max Reichenheim. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
21/39 page 14
![indem einerseits stärkere nnd sclimälere Bündel der Xenmnfasern sich tief bis in die innere Masse des Lappens hinein verfolgen lassen; andererseits einzelne Ganglienzellen nnd Zellenreihen weit bis in die schon zu einem regelmässigen Bündel gesammelte Masse des Nervus electricns Vordringen. Es giebt wohl innerhalb des ganzen Tliierreiches keinen Ort, wo das fnnda- mentale Factum der feineren Xervenanatomie, der Uebergang der Axencylinder- fortsätze in die Xervenfasern so leicht und deutlich zu demonstriren wäre, wie gerade hier. Figur 12 giebt bei stärkerer Vergrösserung (Hartnack YHI, 3.) ein Bild dieses überaus lehrreichen Verhältnisses. Die grosse Zahl der in der Zeichnung nrspruugslos erscheinenden Xervenfasern erklärt sich leicht ans dem zu der Eichtung des Querschnittes nicht immer parallelen Zuge der Nerven, die oft wellenförmig verlaufend höher oder tiefer gelegenen Ganglienzellen zii- streben, ferner aus dem Umstande, dass die weiter entfernt in der Schnitt- ebene entspringenden Nerven, um zu dem gemeinsamen Ansgange zu gelangen, sich zwischen den (Eesem näher liegenden Zellen durchwinden müssen. Endlich ist in diesem Querschnitte noch der Existenz einer Anhäufung grauer moleknlärer Masse (0) zu gedenken, die in dem vorher betrachteten Querschnitte (Fig. 3) noch nicht vorhanden war, nnd die daher als ein im zweiten Sechstel des lobus neu hinzngekonnneues Element angesehen werden muss. Sie hat in dem Querschnitte die Gestalt eines spitzwinkligen Dreieckes, dessen eine Ecke bogenförmig abgerundet und nach aussen von dem, aus dem lobus austretenden Nerven XE gelegen ist. Bei schwacher Vergrösserung erscheint sie als aus moleknlärer Masse bestehend; auch stärkere Objective vermögen in ihr nur die Existenz sehr spärlicher, kleiner nnd unansehnlicher Ganglien- zellen nachzuweisen. Von ihr geht ein Bündel Xervenfasern (0]) aus, welches sich an die äussere Fläche des electrischen Nerven (XHl) anschliesst nnd mit ihm zusammen verläuft, ganz ähnlich, wie sich an die innere Fläche des Nervus electricns das aus dem Xervenkern X stammende Xervenfaserbündel Xi au- schmiegt und seinen Zug begleitet. Der nun folgende Querschnitt Fig. 5 ist durch die grösste Breite des lobus geführt worden. Diese Stelle grösster Breite entspricht nicht ganz der Mitte des Lappens, sondern liegt etwas vor ihr, so dass dieser Querschnitt etwa durch den hinteren Abschnitt des dritten Sechstels gelegt zu denken ist. In dem Bereiche des Hirnstockes erscheinen zunächst die zwischen der Eaphe und der Innenseite des Nervus electricns gelegenen Theile gegen das vorige Bild nahezu unverändert; die qnerdurchschnittene weisse Substanz hat in dem neuen Querschnitte an Breite zugenommen, ist aber sonst in Lage nnd anatomischer Beziehung nicht modificirt. Gleichfalls so gut wie unverändert präsentirt sich die längs der Eaphe gelegene einzeilige Ganglienzellenreihe M. Nur der in dieser Gegend befindliche Ganglienzellenkern X ist nicht unerheb- lich dislocirt: er ist noch weiter vom Centralkanale seitlich gerückt nnd er- scheint noch stärker entwickelt als in dem letzt besprochenen Querschnitte.. Einen charakteristischen 'Wechsel der Verlaufsrichtung hat der von ihm aus-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22281319_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


