Karl Schroeder's Lehrbuch der Geburtshulfe : mit Einschluss der Pathologie der Schwangerschaft und des Wochenbettes.
- Date:
- 1891
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Credit: Karl Schroeder's Lehrbuch der Geburtshulfe : mit Einschluss der Pathologie der Schwangerschaft und des Wochenbettes. Source: Wellcome Collection.
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![der Symphyse nach dem obern Rand des dritten Kreuzbein- wirbels geht und eine Lange von 12^/4 C. besitzt. Den queren Durchmesser (D. tr.), den man sich zwischen jden in aufrechter Position hochstgelegenen Punkten der Pfannengruben gezogen denkt. Er misst 12V2 C. Unter Beckenenge versteht man eine Ebene, die man sich durch das Ende des Kreuzbeins, die Sitzbeinstacheln und den Sclieitel des Schambogens gelegt denkt. An ihr unter- scheidet man: Den geraden Durclimesser, der von [der Spitze des Kreuzbeins zum Scheitel des Arcus pubis geht und 11^2 C. misst. Den queren Durclimesser, der die Verbindung der beiden Spinae oss. isch. bildet und IOV2 C. lang ist. Der Beckenausgang besteht aus zwei mit der Basis in einem stumpfen Winkel zusammenstossenden Dreiecken. Ihre gemeinschaftliche Basis wird durch die Verbindung der Tubera oss. isch. gebildet. Das nach vorn liegende Dreieck hat seine Spitze im Scheitel des Arcus pubis, das nach hmten gehende in der Steissbeinspitze. Seine Diu-chmesser sind: Der gerade Durchmesser, der die Spitze des Steiss- bems mit dem Scheitel des Schambogens verbmdet und 9 bis 91/2 C. misst, wahrend der Geburt aber durch Zuriickdrangen. des Steissbeins urn gut 2 C. vergrossert werden kann. Der quere Durchmesser, der die Mitte der beiden Tubera oss. isch. verbmdet und 11 C. misst. Anm. Die Angaben iiber die normaleu Masse der Beckenhohde lauten sehr verschieden, da die individuellen Abweichungen des Beckenkanals sehr bedeutend sind und, wie Balandin mit Recht betont, die IMethoden der Messung nicht ganz genaii iibereinstimmen. Die oben mitgetheilten Masse verdanken ihren Ursprung der genaueu Messung von 50 nicht pa- thologischen Becken. Das genaue Resnltat der Messungen ist im ]Mittel folgendes: ., D. r. D. tr. D. obi. d. D. obi. s. D. s. cot. d. D. s. cot. s. Beckeneingang 10,97 13,4i 12,69 12,53 ^'Ti ^'83 Beckemveite 12,(53 12,4^ Beckenenge 12,39 10,37 Beckenausgang ll,o7 Von Interessc ist [worauf sclion Seineeufhauser'^) aufmerksani niachtj, dass der rechte schrilge Durcinncsser nicht uuerheblich gr6s.ser ist als der linke, wahrend bei der D. s. cot. das Umgckehrte der Fall ist. Zu erklaren](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21917474_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


