Die Mineral-Trinkquellen Deutschlands : nach den neuesten Analysen verglichen und zusammengestellt.
- Rudolf Rosemann
- Date:
- 1897
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Credit: Die Mineral-Trinkquellen Deutschlands : nach den neuesten Analysen verglichen und zusammengestellt. Source: Wellcome Collection.
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![ergiebt sich denn, dass die Summe der Einzelbestandtheile niclit mit der Summe der Salze übereinstimmen kann, sondern jedesmal um den Betrag des für die Dissociirung der Halogenverbindungen nothwendigen Sauerstotfs zu gross sein muss. Ich habe den Be- trag dieses Sauerstoffs stets besonders berechnet und am Schluss meiner Umrechnung von der Summe der Einzelbestandtheile unter der Bezeichnung: „Sauerstoff — abgezogen, wodurch die Ueber- einstimmung der beiden Summen wieder hergestellt werden muss. Dieses Verfahren erwies sich zugleich häufig genug als erfolgreiche Schutzmassregel gegen Rechenfehler. Bei den Eisensalzen musste consequenter Weise Eisenoxydul FeO und Eisenoxyd FegO.^ unterschieden werden. Für die Ver- gleichung der Quellen nach ihrem Eisengehalt ist dies jedoch nicht besonders misslich, da der überwiegende Theil derselben das Eisen in Form von Eisenoxydul-Verbindungen enthält. Das Aluminium ist in den meisten Analysen unter der Be- zeichnung „Thonerde aufgeführt, so dass man ev. zweifelhaft bleiben kann, ob AloO.. oder AI (OH).^ gemeint ist. Ich habe überall, wo nicht ausdrücklich die Verbindung als AI i OH).j^ ge- kennzeichnet war, für Thonerde die Formel AI2O0, benutzt. Die schwefelsauren Salze sind stets in das Metalloxyd und Schwefelsäureanhydrid SOo zerlegt worden. Bei allen andern Schwefel enthaltenden Verbindungen, nämlich Schwefelwasserstoff, Metallsulfiden und unterschwefligsauren Salzen wurde dagegen der Schwefel als solcher (S) berechnet. Bei diesen Verbindungen tritt ja auch hinsichtlich der therapeutischen Wirkung der locker gebundene Schwefel als solcher in den Vordergrund, während bei den schwefelsauren Salzen die Schwefelsäure als wirksam gedacht werden muss. Die bei der Zerlegung der unterschwefligsauren Salze im Organismus möglicher Weise in Betracht kommende schweflige Säure habe ich zunächst nicht berücksichtigt, da wir über ihr Verhalten im lebenden Körper doch noch nicht mit der erforderlichen Sicherheit unterrichtet sind und, wie ein Blick auf die Analysen ergiebt, die unterschwefligsauren Salze an und für sicli nur eine sehr geringe Bolle spielen. Der Metallrest der Metallsulfide wurde natürlich wieder, ganz wie bei den Halogen- vei'hindunjren, auf das Oxyd umgerechnet und der hierzu nöthige Sauerstoff am Schluss von der Summe der Einzelbestandtheile in Abzug gebracht. Die untersclnvefligsaui-en Salze (Na._, S.^ 0.^) wurden zerlegt in das .Metalloxyd (Xa^Oi und Schwefel (S); dabei blieben dann natiii-lidi J Atome Sauerstoff ü])riL;'. Diese wui'den](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21208955_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


