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Credit: Experimentelle Psychologie / von Johannes Lindworsky. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![der Gesichtsempfindungen. 1917], der für eine Intensitätsände¬ rung der Farben innerhalb enger Grenzen eintritt.) 2. Die Beziehung der Farbenempfindung zu den äußeren Reizen Da die Empfindungen letzte psychische Gegebenheiten sind, ist es unmöglich, sie psychologisch zu erklären. Wir können aber über manche ihrer Bedingungen Aufschlüsse gewinnen, wenn wir den rein psychologischen Standpunkt verlassen und auf das körperliche Organ wie auf die äußeren Reize achten, die an dem Zustande¬ kommen der Empfindungen beteiligt sind. Diese Grenzüberschrei¬ tung ist geboten, weil wir ohne sie gewisse Gesetzmäßigkeiten nicht verstehen können, die sich an den Bewußtseinsinhalten selbst zeigen. Die Farbenempfindung ist eine Funktion des Organs A und der Reize R. E = O (AR). Wir variieren zunächst die Reize. Das Organ, durch welches die Farbeninhalte erstmals in unserem Bewußtsein geweckt werden, ist das Auge. Sein Bau wird hier als bekannt vorausgesetzt. Als normale Reize wirken auf das Auge die Ätherwellen ein. Diese unterscheiden sich voneinander durch ihre verschiedene Länge, ihre verschiedene Intensität (Amplitude) und durch ihre größere oder geringere Reinheit. Im allgemeinen hängt der Farbenton von der Wellenlänge, die Helligkeit von der Intensität und die Sättigung von der Reinheit ab. Stellt man im Spektralapparat die reinen Farben her, so be¬ ginnen diese mit Rot, dem eine mittlere Wellenlänge von rund 700 /li/li entspricht. Urgelb entfällt dann auf die Wellenlänge 580, Urgrün auf 500, Urblau auf 480. Für ultrarote und ultraviolette Strahlen ist unser Auge nicht empfänglich. Alle Farben, die nicht im Spektrum enthalten sind, müssen durch die Zusammensetzung verschiedener Wellen erzeugt werden. So namentlich Weiß und Purpur. Übrigens können auch jene bunten Farben, die im Spek¬ trum eine eigene Wellenlänge haben, durch die Vereinigung anderer Wellen hervorgerufen werden. Nur der Schwarzempfindung ent¬ spricht kein äußerer Reiz. Gleichwohl kann man durch bloßes Schließen der Augen oder durch den Aufenthalt in einem licht- leeren Raum noch nicht die tiefste Schwarzempfindung erzeugen. Diese entsteht vielmehr, wenn man ein dunkles Grau durch den Kontrast mit einem umgebenden Weiß vertieft. Die Helligkeit der bunten Farben ist von zwei Faktoren abhängig. Zunächst von der Qualität und somit auch von der Wellenlänge; denn Gelb ist heller als Blau und Rot (die spezifische Helligkeit der Far¬ ben) . Sodann von der Intensität der Reize. Nimmt die Intensität z. B. eines roten Lichtes zu, so wächst innerhalb mittlerer Grenzen die Helligkeit (Weißlichkeit) des Rot. Müssen wir schon diese Wirkung](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29815708_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)