Die Kamerun-küste : Studien zur Klimatologie, Physiologie und Pathologie in den Tropen / von Friedrich Plehn ; mit 47 abbildungen im text und 1 karte der Kamerun-küste.
- Plehn, Friedrich, 1862-1904.
- Date:
- 1898
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Credit: Die Kamerun-küste : Studien zur Klimatologie, Physiologie und Pathologie in den Tropen / von Friedrich Plehn ; mit 47 abbildungen im text und 1 karte der Kamerun-küste. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![bcobacliiet. Die früheren Beobaclitungcn ersahen 201, 199, 238 Regen- tage jährlich. In Victoria ist die Zaiil der Regentage imi oin geringes liöher, auf dci- Jaunde- und Barombistation sowie in liabhiirg um ein geringes niedriger als in Kamerun. Von anderen Formen der Niedersclilägc sind ITagcirällc in (h'n höheren Theilen des Kanierungebirges, wie auf (h'ni IJochplaleau nicht so selten und von den Eingeborenen ausserordentlich gefürchtet. Dr. Preuss beobachtete einen solchen bereits an der ürwaldgrenze des Kamerungebirges in 2200 m Höhe von solcher Stärke, dass noch auf Mittag des folgenden Tages Haufen von llagelkörn(>rn bis Y-^ t''^^ Höhe heriimlagen^). Auch Zintgraff rrleble im llochphitcau (Höhen \on Mambui) von Adamaua in 1500 m Höhe einen Hagelsturm, in dem IG Menschen seiner Expedition umkamen-), ebenso llnllcr in lialibui'g selbst^) und Zenker in Jaunde^). Zui- Ermöglichung eines Ueljerblicks über die fiii' die hygienisrhen A'erhältnisse der Kolonie im AUgemeinea in Betracht kommenden klima- tischen Faktoren sei noch kurz der Wind-, ßewölkungs- und Luftdj-iick- verhältnisse gedacht, bevor ich mich der Betrachtung der im Speciellen für das Tiefland des Kamerunflusses geltenden Verhältnisse zuwende. Von sehr grosser Bedeutung für-das AVohll)e(inden des Köi'pers in (\n\ Tropen ist die Luftbewegung durch die Begünstigung der Verdunstung an der Körperoberlläche und die damit verbundene Wärmeentziehung, sowie die direkte Anregung der Hautnerven. Der Einliiiss macht sich durch die Unterschiede im Befinden bei völliger Windstille, wie sie den grössten Theil des Vormittags in Kamerun charakierisirt und in den Nach- mittagsstunden, während welcher die Brise weht, sehr auffällig bemerkbbar. Von ganz besonderer Bedeutung sind die Windverhältnisse während der ]\Iittagsstunden, während bei Tiefstand der Sonne am frühen Morgen und späteren Abend auch bei unbewegter Luft durchaus erträgliche Verhält- nisse vorliegen. Die hygienische Bedeutung der Windiichtung richtet sich fast aus- schliesslich nach lokalen Verhältnissen, von denen später die Rede sein wird. Ein principieller Gegensatz zwischen Seebrise und Landbrise als eines gesunden und eines schädlichen Windes lässt sich im Kamerunge- biet nicht durchführen. Die Seebrise streicht über weitausgedehnte Sumpfflächen bevor sie die Niederlassung Kamerun erreicht, während die Landbrise aus dem verhältnissmässig gesunden Hochland herüberweht. Umgekehrt erhalten die unmittelbar an der See gelegenen Plätze die. Seebrise direkt, während der Landwind vielfach über Lagunen und Krieks weht und schlechte Luft herüberbringt. Von besonderem Einfluss ist der Wind ferner auf das Zustande- kommen der gesundheitlich sehr schädlichen Nebel. In Kamerun selbst, 1) Mittlieilungen von Forschungsreisendeu und Gelehrten aus den deutschen Schutzgebteten. Y. Bd. 5. H. S. 236. 2) Zintgraff, Nordkamerun. S. 325. 3) Mittheilungen u. s. w. Y. Bd. 5. H. S. 222. 4) Eod. loco. S. 218.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21072607_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)