Volume 1
Janus : Zeitschrift für Geschichte und Literatur der Medicin / herausgegeben von A.W.E. Th. Henschel.
- Date:
- 1846-1848
Licence: Public Domain Mark
Credit: Janus : Zeitschrift für Geschichte und Literatur der Medicin / herausgegeben von A.W.E. Th. Henschel. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
818/904 (page 804)
![und Zittcrn? Diese Bcwegungen gleichen dem Pulse und sclieinen, wie dieser, durch Systole und Diastole zu entstehen. Es istindessen ein grosser Unterscliied, nach Praxagoras quantitativ, nicht qualitativ (ttoo6tt]ti,, ouxen Js y.uX notOTqzi), Poclien (naXfxbg) sei eine Steigerung des Pulses») QiuXXov avzov ttsqI trjv xivriciv sniTu&t'vTog), Zittern — des l^ochens. Nach Herophilus sei der Unterscliied vielmehr qualitativ, der Puls entstehe in Herz und Arterie allein, Pochen, Krarapf und Zit- tern in Muskeln und Nerven, Puls lebe und sterbe mit dem Thiere, die andern Bewegungen nicht£< (D. bringt hier in einer Anmerkung die Erfahrungen der neuern Physiologie nach Burdach, die diese alteBeobachtung des Herophilus best'a- tigen und vervollstandigen), „Puls hange von der Fiille \md Leere der Gefasse ab und sei nicht in unserer Gewalt, was bei den andern Bewegungen oft umgekehrt.“ III. Wie entsteht der Puls? Wenn das Iderz die Luft aus der Lunge anzieht, so nimmt es sie zuerst in die linke Kammer auf, fallt dann in sich selbst zusammen, und theilt sie in der Folge der Arterie mit. Durch dieses Zufliessen fiillen die Arterien sich an, es entsteht der Puls, werden sie leer — die Systole. Die Arterien bringen also durch Anfiillung, das Ilerz durch Ausleerung den Puls zu Wege. Puls ist demnach Systole und Diastole. Da aber Herz und Arterie gleichzeitig* 2) den Puls3) bedingcn und des- ') Hier, nicht weitcr unten, wie D. will, scheint Gf/vyjuos in der urspriing- lichen Bcdeutung des Sclilagens, zum Theil wenigstens, genommen. 2) Hiezu citirt D. unsern Muller, nach welchem der P. gleichzeitig in alien Arterien, doch nur in der N'ahe des Herzens gleichzeitig mit den Contractioncn der Ventrikcl, in grdssern Entfernungen im Verhaltnisse von ^f Sckundc (W e b c r) spater stattfinde. 3) Warum Grj vy/uos hier gerade, wie D. meint, in seiner ursprunglichen Be- dcutung (hattement) genommen werden miissc, sehe ich nicht rccht ein. Das- sclhc sagt ja mit andern Worten schon, wie oben angefiihrt, der erste Paragraph.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21917048_0001_0818.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)