Volume 1
Janus : Zeitschrift für Geschichte und Literatur der Medicin / herausgegeben von A.W.E. Th. Henschel.
- Date:
- 1846-1848
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Credit: Janus : Zeitschrift für Geschichte und Literatur der Medicin / herausgegeben von A.W.E. Th. Henschel. Source: Wellcome Collection.
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![8C6 Ilerausgeber liefert nun, wie oben schon bcmerkt, cine treue Ueber- setzung in franzbsischer Prosa, lasst dann die Scliolien folgen, auf die wir liier niclit weiter eingehen konnen, zumal die Saclie leicht mit liiilfe MiXnog. yd. i. — Atla nciura agyiiQM cxtvtt,, uno&ov [z«t yqtJ. Cod.d.] — Anm. d. Iierausg. Der Natur dcs Gedichtcs nach musste eine metrische Uebersetzung die grossten Schwierigkeiten darbieten. Ueberbaufte practische und wissenscliaftlicbe Be- schsiftigungen erlaubtcn mir nicht, auf Ausmerzung der Mangel die nbthige Zeit zu verwenden. Yon der prosodischen Licenz, eine Kiirze zwischen zwei Langcn als lang zu gebrauchcn, habe ich besonders hiiufig Gebrauch machcn miissen. Um das Lesen zu erleicktern, babe ich hie und da die prosodische Quantitiit an- gegeben. Mogen die geneigten Leser meinen schwachen Versuch wohlwollend und mit Nachsicht aufnehmen. (Auszug eines Schreibens des Hrn. Ilerausgeb. an die Redaction des Janus, welcher die deutsche Uebersetzung eigends vom Hrn. Yerf. mitgetheilt worden.) *) Anm. d. Herausg. Ich lese mit Hrn. Diibner: — (Es ist aber im ganzen Gedichte keine Spur, dass es einem Demetrius gewidmet ware. Ich wiirde deshalb das Comma weglassen und dann iibersetzen: Kraft Demeter’s und Heil fiir das Aug’, wenn beginnender Staar es Heimsucht etc. — Dass der Gottin des Getreides eine besondere Kraft (ter- raena visatque natura),|die Welt zu erhalten und zu emahren zugeschrieben wor- den, ist bekannt, daher sie hier wohl fiir ein als kriiftig zu bezeichnendes Mittel gebrauckt werden konnte. Weiter unten bemerkt S.: On pourrait lire JrjfxrjQijg, Ceres des Cataractes, moyen aussi indispensable aux individus affliges de Cataracte que le ble on le pain au reste des mortels. —• Dies kommt denn so ziemhch auf meine Erkliirung hinaus. (Ref.) s) S. iibersetzt, da der Vers sonst allerdings keinen Sinn giebt, als wenn es olg gelieissen hatte, schlagt aber vor dvrl (sc. vdaov) x. r. A. zu lesen: pour com- battre la maladie, contre laquelle cette composition est puissante. Allein avri heisst niemals contra, sondern pro. 4) Was S. (S. 15) iiber diesen Vers bemerkt, scheint nicht ganz richtig, yivhig ist lcein Wort, das Eemin. von yivtTTjg ist ytvEThiqa. Dass yiviT^g hier weib- lich gebraucht wird, ist allerdings wahr, wenn man nicht etwa den Accent auf der Ultima lesenjwill nach Toydg^ero tioti'ux urjTtjn' KxytutiTjg beiHomer. Ueber- hauptmbehte ich hier, schon des Wohlklangs wegen, lieber yivirrjg lesen, der Sinn ware derselbe. Eine geistreiche Conjcctur giebt D. in einem am Schlusse seiner Abhandlung angefiihrten Schreiben an S. rwcf’ ays rtjv ytvinv. Al'ETHN soil oorrumpirtjsein in APETHN, wonach dann nod’ nothwendig einem Trjv wei- chen musste. Warum aber ytvenv? — Dass hier Myrrhe, die Mutter des Adonis, ein Lieblingsmittel der Alten in der ophthalmiatrischenMateria medica, zu verstehen sei, ergiebt sich leicht. *) Der Text hat: sprosst in der Galler Gefild. — Ich lese mit Hm. Diibner, welcher so giitig wrar, mir diese beiden Conjecturen mitzuthcilen rayyiTtxoig ciMsica. S. — (Auch ware der Pentameter nach obiger Lesart falsch. Ref.) 8) “Evvfirc, dessen erste Sylbe eine L’ange ex Arsi bildet, wie sie bci Homer oft genug vorkommt, steht in keinem Lexicon. Mit Hiilfe des Dioscorides er- kliirt S. (S. 16) das Wort als la substance enveloppee ou traversee de membranes. ’) Le fiel, tout amer qu’il est, se nomme, selon le scliohaste y).vxtla, doux, par antiphrase; voila pourquoi le poeto l’appelle pseudonymo etc. Anm. des Her- ausg. p. 17. 8) II personnifie ct paraphrase ’AIextwq dans le perc de la fiancee de Mega- penthes, fils de Mcnclas et d’une esclave (Odyss. J, 10.) ibid.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21917048_0001_0880.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)