Fünf Lustren ophthalmologischer Wirksamkeit / von Albert Mooren.
- Albert Mooren
- Date:
- 1882
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Credit: Fünf Lustren ophthalmologischer Wirksamkeit / von Albert Mooren. Source: Wellcome Collection.
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![linulor besiuclite, konnte er mit derselben Leichtigkeit wie im Jiihre 1864, wo er 18 Jahre alt war, noch No. 1 Jäger lesen und doch war der Opticus beiderseits so hochgradig atrophirt, dass ich oliuo nuictionelle Prüfung das Auge fast für blind gehalten haben würde. In diesem Falle wird eine längere Ueberanstrengung des Kopfes als Ursache der Störung angeschuldigt. J]nde December 1881 sah ich noch den dritten dieser Brüder, der auch mit den Erscheinungen einer beginnenden Neuritis behaftet war und aller Wahrscheinlichkeit nach denselben Process durclizumachen hat, wie seine Brüder. Eine bhitsverwandte Ehe imter den Vorfahren dieser Geschwister war nicht zu ermitteln, trotzdem' auch hier wieder der Krankheitsprocess den ausgesprochenen Cliaracter eines Familienleidens trägt, wie in den übrigen angeführten Fällen, wo eine derartige Descendeuz nachgewiesen war. Einige Male noch sah ich das Leiden in isolirter Form auftreten und doch ist es fast sicher, dass auch bei diesen Fällen die Familien- disposition eine Kolle spielte, da die Patienten wiederholt, ohne darauf examinirt zu sein, mittheilten, sie hätten einen Bruder, Vetter u. s. w., der an derselben Störung leide. Diese Patienten haben sich mir nicht präsentü-t. Wenn die Zahl der bis jetz beobachteten Patienten auch zu klein ist, um daraus positive, statistische Schlussfolgerungen ziehen zu können, so ist sie doch gross genug, um aus den nahen Verwandtschafts,giaden, in denen die resp. Familienglieder zu einander standen, und aus der Descendenz zu folgern, dass die verwandt- schaftlichen Beziehungen ein pathogenetisches Moment in der Er- zeugimg dieser Form von Neuritis abgeben müssen. Diesen Einfluss der Descendenz constatirte Pflüg er bei einem 11 jährigen Knaben, der aus einer blutschänderischen Verbindung von Vater und Tochter hervorgegangen war. Aus den oben angeführten Daten ergibt sich femer, dass eine Geneigtheit zur Vererbung ganz besonders zu Un- gunsten des männlichen Geschlechtes besteht. Alles weist darauf hin, dass die Entzündung der Arterie im Sehnervenstamme selbt, Avie ich es auch bereits früher schon (1874) ausgesprochen habe, die primäre Ursache der Störung abgegeben habe, welche, soweit die jetzigen Beobachtungen reichen, auch auf diesen Theil beschränkt bleibt. Mir wenigstens ist kein Fall vorgekommen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22294636_0261.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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