Ueberschau ueber den gegenwärtigen Stand der Ohrenheilkunde : Nach den Ergebnissen meiner 24 jährigen statistischen Beobachtung.
- Friedrich Bezold
- Date:
- 1895
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Credit: Ueberschau ueber den gegenwärtigen Stand der Ohrenheilkunde : Nach den Ergebnissen meiner 24 jährigen statistischen Beobachtung. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![m Trommelfellbild, welche bei relativ normaler Hörweite möglich sind, also über die Breite der Norm zu erhalten, und die in beiden Arbeiten angelegten Tabellen (Schulunters. 18 u. ff. u. Zeitschrift f. Ohrenheilk. Bd. XXIV, pag. 16 u. ff.) über die Summe der ge- fundenen Trommelfellveränderungen enthalten die Resultate dieser Untersuchungen.1) Aus diesem Gang meiner Entwicklung wird es klar, warum in den oben zusammengestellten früheren Triennien die Zahlen für die Erkrankungen des mittleren Ohres grösser ausgefallen sind als in den darauffolgenden späteren. Wir lernten eben mehr und mehr aus sei- den Trommelfellbefunden auch die physikalische Untersuchung der functionellen Leistung des Ohres in ihrer Bedeutung für die Diffe- rentialdiagnose schätzen, und diese Untersuchung selbst fand eine immer vollkommenere Ausbildung, so dass in den letzten beiden Triennien dieselbe uns sogar in erster Linie maassgebend geworden ist, — wenn wir aus der Gleichmässigkeit der in diesen beiden Triennien gewonnenen Zahlen einen Schluss machen dürfen, nur zum Vortheil unserer Diagnostik. p]ine andere Ursache liegt der successiven Abnahme zu Grunde, welche ebenso wie die Erkrankungszahlen des mittleren Ohres auch diejenigen des äusseren Ohres in den aufeinander folgenden Triennien zeigen. Bis Ende der siebenziger Jahre waren die kleinen versteckt liegenden Perforationen am oberen Pole des Trommelfells, welche *) Der Gedanke lag mir wahrhaftig fern, dass den Schuluntersuchungen der Ohrenärzte die Absicht untergelegt werden könnte, sie hätten damit Propaganda für ihre Stellung machen wollen, wie dies die Auffassung des preussischen Cultusministeriums gewesen zu sein scheint, als dasselbe die Lehrer beauftragte, Erhebungen über Schwerhörigkeit in den Schulen an- zustellen. (Die Motive der damaligen Enquete sind erst neuerdings wieder in diesem Sinne gedeutet worden, cf. „Die Schwerhörigkeit im schulpflichtigen Alter von Kreisphysikus Dr. Eichter in Grosswartenberg, deutsche med. Wochenschrift, 1893, No. 46.) Diese Erhebungen durch die Lehrer ohne Zu- ziehung von otologisch geschulten Aerzten konnten bei den Schwierigkeiten einer exacten Hörprüfung selbstverständlich nur zu Zahlenresultaten führen, welche von vorneherein jeden Vergleich mit den weit höheren Zahlen aus- schliessen, zu denen die Otologen übereinstimmend gelangt sind.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033742_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)