Die pathologische Anatomie des Gehörorganes / bearbeitet von Hermann Steinbrugge.
- Steinbrügge, H. (Hermann), 1831-1901
- Date:
- 1891
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die pathologische Anatomie des Gehörorganes / bearbeitet von Hermann Steinbrugge. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
35/148 (page 21)
![zellensarkom d. Ohres, Zeitschr. f. 0 Bd. 14, p. 229. — 71) Stacke u. Kretseh- mann, Spindelzellensarkom der Ohrmuschel, Arch f. 0. Bd. 22, p. 261. — 72) Rasmüssen u. Schmiegelow, Psammomatöses Endothelsarkom mit Cholestearin- tafeln, Zeitschr. f. 0. Bd 15, p. 178. - 73) H aug, Ein Fall von Sarkom d. Pauken- höhle etc, Arch. f 0 Bd 30, p. 126. Eine seltene und in Betreff der Schläfenbeine bis jetzt einzig dastehende Neu- bildung beschreibt Politzer (s. dessen Lehrbuch, 2. Aull, p 511) unter der Be- zeichnung eines cavernösen Angioms. Der hall betrat ein 12jähriges Mädchen, welches seit 1 */s Jahren an rechtsseitiger Otorrhoe und zeitweiligen Ohrblutungen gelitten hatte. Im äusseren Gehörgange fanden sich blaurothe, leicht blutende po- lypöse Wucherungen, die hintere knöcherne Wand des Ganges war perforirt, das Trommelfell gleichfalls. Von der ganzen rechten Felsenbeinpyramide aus ragte eine orangengrosse theils verknöcherte, theils schwammig sich anfühlende Geschwulst in die mittlere und hintere Schädelgrube hinein. Die Geschwulst bestand aus ver- ästelten Knochenbälkchen und aus einem cavernösen Fachwerk, welches mit dem Sinus lateralis zusammenhing, und wahrscheinlich von hier aus entsprungen war. Die Knochenmasse des Felsenbeins zeigte sich von Hohlräumen durchsetzt, in welche dendritisch verzweigte Excrescenzen hineinwucherten. Fälle von secundärem Ergriffenwerden des Schläfen- beins durch maligne Geschwülste, welche von der Dura mater, der Schädelbasis, vom Nasenrachenraum, von der Parotis, dem Oberkiefer oder der Zunge ausgingen, sind mehrfach beobachtet worden. Diese Neubildungen können auch insofern einen schädlichen Einfluss auf das Gehörorgan ausüben, als sie durch frühzeitige Compression oder Zer- störung der Tuben, Functions- und Ernährungsanomalien des Mittelohres verursachen, bevor das Felsenbein selbst ergriffen wird [Moos75)]. 73) Burckhardt-Merian, Fibrosarkom d. inner. Ohres ausg. von der Dura mater, Arch. f. 0. Bd. 13, p. 11. — 74)Vermyne, Myxofibrom der Schädelbasis etc , Transact, of the amer. otol. soc., 17 ann. meet, Vol III, Part. 3. — 75) Moos, Drei Fälle von secund. Affection d. Felsenb. im Gefolge von Neubildungen im N R. Raum etc., Arch f. Aug. u. Ohrenheilk. Bd. 7, p. 228 — 76) Oren Pomeroy, A case of intracranial myxoma etc , Americ. Journ. of Otol , Vol. 3, No. 2. — 77) Knapp, Fall von bösartiger Parotis- und Trommelhöhlengeschwulst, Zeitschr. f. 0. Bd. 9, p. 17. Hierher gehören auch diejenigen Fälle, in welchen maligne Tu- moren den inneren Gehörgang einnahmen, sei es dass sie vom Gehirn oder den Gehirnhäuten ausgehend hier weiterwucherten, oder vom Neurilemm des N. acusticus selbst ihren Ursprung nahmen. In einigen dieser Fälle drang der Tumor zerstörend in das Labyrinth ein, in anderen hatte derselbe nur eine Erweiterung des inneren Gehörganges zuStande gebracht [Moos81), Bürkner84), StevensS6)]. In dem von Böttcher87) mitgetheilten Falle war die Lamina cribrosa durchbrochen, der N. cochleae im Modiolus, die Ganglienzellen im RosenthaTschen Kanäle atrophirt. In einer Reihe von Fällen zeigte der Hörnerv Ver- lust seiner Markscheiden, war atrophirt, grau verfärbt, abgeplattet oder völlig zerstört, während der N. facialis, mit wenigen Ausnahmen [Klebs83)], grösseren Widerstand zu leisten schien. Es handelte sich grösstentheils um Fibrosarkorne, zuweilen um Gliombildung. 78, Förster, Sarkom d. linken Hörnerven, Würzb. med Zeitsohr. 1862, Hl, p 199. — 79) Voltolini, Sarkom d. Hörnerven, Vircb. Arch. Bd. 22, p 125. — 80) Brückner, Ein Fall von Tumor der Schädelhöhle, Berl. klin. Woohensohr. 1867,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21718258_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)