Die pathologische Anatomie des Gehörorganes / bearbeitet von Hermann Steinbrugge.
- Steinbrügge, H. (Hermann), 1831-1901
- Date:
- 1891
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Credit: Die pathologische Anatomie des Gehörorganes / bearbeitet von Hermann Steinbrugge. Source: Wellcome Collection.
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![29' a m,81lM!°Sn,Ein Fal1 von Sarkom d- Unken Gehörnerven etc, Arch. f. Aog und Ohrenheilk. ßd, 4. Abth. I. p 179. - 82) Virchow. Lehre von den Geschwülsten Bd II p 151 — 83) Klebs, Neurom. Prager Vierteljahrschr. 1877. ,Q oko Bu0r*nBeri *aU von RuQdzellensarkom d. Gehirns etc, Arch f. 0. Bd 19. p 252.— 85) Schwartze, Pathol Anat d Ohres, p 129. - 86)Stevens, taü von Gehornervengeschwulst (Sarkom) in der Kleinhirngrube. Zeitsehr. f 0 Bd! ü’jPn .uL_n 87) Böttcher, Pibrosarkom d. N. acusticus. Arch f. Aug. und 0. Bd. 2. Abth. 2 p. 87. — 88) Schwartze, Tuberkel knoten am Por acust int. von der Dura ausgehend Pathol. Anat. p. 16. - 89) Seymour J. Sharkey, A fatal CQüo°L Um0m’ of the left audlt nerve> Braitl> APril 1888 Ref- Fortschr. d Med 1888, No. 14. — 90) P. Mc Bride, Contributions to the Pathology of the int. ear, Journ of anat. and physiol. Vol. 14, p 2. Ref. Zeitschr. f. 0 Bd 9 p 219 (Rundzellensarkom d. Kleinhirns). - 91) Politzer, Osteosarkom d. Sella turcica, Hydrocephalus, Atrophie d. N. acust. u. facial., Lebrb., 2. Aufl., p. 506. Erkrankungen der Ohrmuschel. Die Haut der Ohrmuschel wird von den acuten und chronischen hxanthemen in gleicher Weise befallen, wie die allgemeine Hautdecke. Eine besondere Beachtung hat dagegen von jeher das acute und chronische Eczem der Ohrmuschel gefunden, da dasselbe hier oft isolirt vorkommt, und nicht selten im Gefolge eitriger Ohrllüsse er- scheint. Es tritt in der Form des nässenden Eczems mit Borken- bildung [E. vesiculosum] oder als schuppende Flechte [E. s<juamosum] auf, bei welchem die Haut geröthet, verdickt erscheint, stark ab- schuppt und grosse Neigung zur Rhagadenbildung zeigt. Charakteristisch für manche Eczemc der Ohrmuschel ist die Absonderung sehr reich- licher Flüssigkeit und die Verdickung der Muschel, welche in chro- nischen Fällen durch Zunahme des Bindegewebes im Corium bedingt wird. Das Eczem setzt sich häufig in den Gehörgang hinein fort, auch das Trommelfell nimmt dann gewöhnlich au der Entzündung Theil. Durch Hypertrophie der Cutis kann es in solchen Fällen zu beträcht- licher Verengerung des Gehörganges kommen. Frauen und Kinder erkranken häufiger an Ohreczemen als männ- liche Erwachsene; erstere neigen namentlich in der klimakterischen Periode zu derartigen Affectionen, während im kindlichen Alter sehr oft Scrophulose dem Uebel zu Grunde liegt. Die selten vorkommenden Eruptionen von Herpes Zoster, von Pemphigus, die primären und secundären syphilitischen Affectionen, der Lupus der Ohrmuschel, weichen in ihrem Bilde und Verlaufe nicht wesentlich von den gleichen Hauterkran- kungen an anderen Körperstellen ab. Auch an der Ohrmuschel führt der Lupus zuweilen zu beträchtlichen Zerstörungen und kann sich in den Gehörgang hinein fortpflanzen In Betreff der syphilitischen Erkrankungen ist ein von Hesslers) als Gumma des Ohres beschriebener Fall bemerkenswert!), in welchem es, nachdem Geschwürsbildung und perichondritische Entzündungserscheinungen voraufgegangen waren, zu partieller Nekrose des Ohrmuschelknorpels kam. Der primären Affection waren in diesem Falle tertiäre Formen der Syphilis ohne secundäre Zwischenstadien direct gefolgt. Zu den Erkrankungen des Ohrknorpels und seines Ueberzuges gehören das Othaematom, die Perichondritis und die Cysten bildung [Hartmann]. Das Othaematom entsteht durch Bluterguss zwischen Perichondrium und Knorpel, sowie in den Knorpel selbst, wenn Con-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21718258_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)