Die Zarâath-Gesetze der Bibel nach dem Kitâb al-kâfi des Jûsuf Ibn Salâmah : ein Beitrag zur Pentateuchexegese und Dogmatik der Samaritaner / von Naphtali Cohn.
- Cohn, Naphtali, 1873-
- Date:
- 1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Zarâath-Gesetze der Bibel nach dem Kitâb al-kâfi des Jûsuf Ibn Salâmah : ein Beitrag zur Pentateuchexegese und Dogmatik der Samaritaner / von Naphtali Cohn. Source: Wellcome Collection.
28/82 page 22
![Keihc vou Stellen iu Talmud und Midrasoli unzweideutig hervor, von denen (dnige hei Hirsch (a. a. ().) znsammen- Zaräatli [hepra] der hebr. Bibel, Eiiil. in d. (te-seh. des Aussatzes. Hamb, u. Lpz, 1893, Verlag' von Leop. Voss) S. 49 citierte, nacli welcher rr;-^. zusammengesetzt aus tj und nyn, aogustia et congeries maloriim be¬ deute. Bartb, Etymol. Stud. pg. 41 stellt es zusammen mit dem aethiop. „iussatz-“. — Die Frage, ob die Zaräath der Bibel überliau|)t etwas mit den in den Schriften der Arzneikunde als „Aussatz“ oder „Lei)ra“ aufgeführten Hautkrankheiten gemein hat, kann hier, wo es sich um rein theologische Gesetze, um levitische Reinheit und Unreinheit handelt, unerörtert bleiben. Man vergleiche darüber den Commentar des talmudisch wie philosojjhisch gebildeten Arztes R. Obadia iSforno (gest. 1550) z. St., Hebra, Hautkrankheiten in Virchow’s Hand¬ buch der spec. Pathologie und Therapie III, 1, pg. 410 If. u. A.. die im Gegensatz zu vielen Anderen einen Zusammenhang zwischen Z. und Lejjra oder Aussatz bestreiten, vor allem aber die erwähnte, von grossem Fleiss und von Sacdikeuntnis zeugende Arbeit Münchs. Derselbe giebt zunächst eine Zusaninienstellimg der bisherigen Deutungen der Z. und ihrer Ver¬ treter, indem er folgende 3 Gruppen unterscheidet: 1. Autoren, die die Z. als Aussatz l)etrachten, zu welchen u. A. l\lead, Michaelis, Schilling, Hensler, Danielssen und Boeck ge¬ hören ())g. 25 fl'). II. Autoren, welche die Ansicht verteidigen, dass Z. nicht den Aussatz allein, sondern auch andere Hautkrankheiten mit um¬ fasse. (Liveiug, Munro, Hirsch) (pg. 46 ff). 111. Autoren, welche die Identität der Z. und des Aussatzes voll¬ ständig verwerfen. (Huthius, Dumber-Walkei', Ouseelius, Bal- mano Squire, Hillary, Finaly, Raymond, Hebra) (pg. 48 ff.). I»as ihm unzweifelhafte Hauptergebnis seiner eigenen Forschung giebt er pg. 145 dahingehend, „dass im Alten Testamente nicht nur keine dii'ekteu Hindeutuugen, sondern auch keine entfernten Winke daraufhiu vorhanden wären, dass in der bibl. Zeit iler Aussatz (elephautiasis grae- coruni) bekannt gewesen.“ Vielmehi- ist nach ihm die Z. identisch mit der von den Sarten Pjessj genannten Vitiligo, rcs]). der Nethek (pr:) mit dem Herpes tonsui-aus, welche Krankheiten weiter für die damit lie- haftete Person, noch für die mit ihr in Bei'ührung kommende Gesell¬ schaft, irgnndwie ernsthaft oder gefährlich, d. h, kontagiös seien (p.g. 147). Aus den weiteren Mrgi'bnissen seiner Untersuchungen, dass 1) „die Z. (des Menschen) als ein llautleidim durchaus keine aus¬ schliesslich den .luden eigentümliche Krankheit war (vgl. di« Krankheit Naemans)“, dass](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095864_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


