Über die Beziehungen der perniziösen Anämie zum Karzinom ... / von Adele Heinrichsdorff.
- Heinrichsdorff, Adele, 1889-
- Date:
- [1912?]
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Credit: Über die Beziehungen der perniziösen Anämie zum Karzinom ... / von Adele Heinrichsdorff. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![wohl aber eine bei und neben Karzinom sieb findende allgemeine hyp chrome Anämie des Blutbildes mit unspezifischer Leukozytose unbedi nur auf das Karzinom bezogen werden. Solche perniziosaähnlb Anämie würde dann natürlich nicht eine spezifische Biermersi (durch das Bi er m ersehe hypothetische Toxin bewirkte), sondern dem Karzinom subordinierte symptomatische deuteropathische hyp chrome Anämie sein. Wenn solche Fälle aber Vorkommen und wandsfrei beobachtet sind, dann müßte doch auch eine eventuell Karzinom beobachtete hyperchrome Anämie mit Lymphozytose, wt sonst nichts dagegen spräche, mit gleichem Recht auf das Karzinom zogen werden. Denn warum sollte gerade diese Form hyperchroi Anämie dem Karzinom nicht subordiniert sein? Das Auftreten ei leukopenischen Lymphozytose ist doch unter Umständen auch Karzinom als möglich denkbar, und ihr Erscheinen nicht so etwas sonderes, daß es mit karzinomatöser Ätiologie unvereinbar würe. fragt sich nur noch, ob sie bei Karzinom beobachtet ist. Die wichtige praktisch-klinische Frage, zwecks deren wir vorliegende Untersuchung anstellen, ist nämlich die, ob es nach c Ergebnis unserer Feststellungen noch möglich und statthaft sein w allein aus dem Blutbilde das Karzinom stets mit Sichert auszuschließen oder nicht. Wären wir imstande nachzuwei daß das perniziös-anämische Blutbild nicht nur elektiv bei pernizi und Bothriozephalusanämie sich findet, sondern daß auch das Ka nom unter Umständen ein hyperchrom-anämisches oder sogar perniz anämisches Blutbild erzeugen und nicht gar zu selten hervorrufen kj was unsere Untersuchung festzustellen haben wird, so wird auch Differentialdiagnostik im gegebenen Falle stets mit dieser ätiologis Möglichkeit zu rechnen haben. Dann speziell würde in sonst nicht Karzinom sprechenden Fällen bei typischem perniziös-anämischen Bl bild nicht mehr mit Sicherheit Karzinom ausgeschlossen werden düi| sondern an klinisch okkultes Karzinom zu denken sein. Aber auch die theoretischen Rückschlüsse, die sich auf Wesen und die Bedeutung der Hyperchromie bei Vorkommen ei hyperchromen Blutbildes bei Karzinom ergeben, sind überaus wie Denn wenn man annimmt, daß die hyperchromen Makrozyten meg| blastischer Abkunft wären (Naegeli, E. Meyer), so müßten wir] Falle einer solchen hyperchromen Anämie bei Karzinom zugeben, auch das Karzinom imstande ist, echt megaloblastische Blutbildun erzeugen1) (vielfach legte man nämlich bisher diese Eigenschaft nur l) Zusatz bei der Korrektur: Deshalb, um dieser Ausnahme der EhrlichsP Lehre zu entgehen, bezieht neuerdings Türk die hyperchromen Makrozyten nich^t echte Megaloblasten, sondern auf Makronormobiasten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30618903_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)