Dioscorides Longobardus : (Cod. Lat. Monacensis 337.) / aus T.M. Aurachers Nachlass herausgegeben und ergänzt von Hermann Stadler.
- Pedanius Dioscorides
- Date:
- 1897-1899
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Credit: Dioscorides Longobardus : (Cod. Lat. Monacensis 337.) / aus T.M. Aurachers Nachlass herausgegeben und ergänzt von Hermann Stadler. Source: Wellcome Collection.
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![Als neue beziehungsweise nicht ciceronianische Wortbildungen sind frigclores 11c, 14c, acrorem 35c, zanzalae — venezianisch zanzare 20a, pluriora 13b, prode est 14c, 15cd, als Wörter in neuer Bedeutung foco =■ Feuer 7d, cortibus 11a, in Folge einer Verwechslung von avloova mit avXr] angewendet, yrae manu in dem Sinne von vorhanden inte- ressant. Es ist jedoch nicht bloss unmöglich, sondern unnötig, mehr der- artige Beispiele aufzuzählen, denn dem Leser des ersten Buches, welches hier abgedruckt wird und dem die andern in den nächsten Heften folgen sollen, werden sich dergleichen Fälle genug bemerkbar machen. Ausserdem ist bei irriger Schreibung griechischer Wörter wie ephilen- ticis für epilepticis lld u. s. w. Insquiroscia für in Sicyonia 12a, amic- gbalinum für amygdalinum 16b cindino für cnidino 16d cynycino für ci- cino 15d losmiami für hyoscyami 16c, ferner orthographischen Permuta- tionen wie ciuis für cibis 14b und offenbaren lapsus calami wie mulieri für muliebri 13c, pensariis für pessariis 16d, displinam für disciplinam 15b, uenenis für uenenatis lld peridiodicis 19d, nicht durch eine eigene Anmerkung, wie überhaupt bei etymologischen und orthographi- schen Specialitäten der Handschrift höchstens einmal auf den Irrtum hingewiesen. Aus dem Griechischen entlehnte Wörter sind nur da er- klärt, wo sie im griechischen Dioskorides nach Sprengels Ausgabe nicht Vorkommen. Das erste Blatt der Handschrift fehlt, in dem ersten erhaltenen, Fol. 2 ist ein keilförmiger Riss, welcher durch den zeilengetreuen Ab- druck der ersten vier Kolumnen ersichtlich werden wird; — — — bedeutet eine fehlende ganze, — — einen fehlenden Teil einer Zeile. Ausserdem sind bei verwischten und daher unlesbaren Wörtern so viel Punkte gesetzt als etwa Züge Platz hatten; ist ein grösserer Teil einer Zeile verwischt, so ist ... — ... gesetzt. Das Rubrum ist durch fette, Buchstaben, die zur Auflösung von Kompendien eingesetzt wurden, durch Cursivschrift gegeben; # und j sind teilweise wegen der Aehn- lichkeit mit den im Texte angewendeten Ligaturen gebraucht. Die Buchstaben a und d haben in der Handschrift gewöhnlich Aehnlichkeit mit den Zeichen der griechischen Kurrentschrift, weshalb diejenige Form, welche genau der lateinischen Druckschrift entspricht, als die seltener gebrauchte mit gothischer Schrift wiedergegeben wird. Als Zeichen für uncia ist £, für sonstige Zeichen ist das zunächst ähnliche angewendet. Konracl Hofmann, T. M. Auracher,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880796_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


