Die Verdienste der Frauen um Naturwissenschaft, Gesundheits- und Heilkunde, so wie auch um Länder- Völker- und Menschenkunde, von der ältesten Zeit bis auf die neueste : ein Beitrag zur Geschichte geistiger Cultur, und der Natur- und Heilkunde insbesondere / von Dr. Christian Friedrich Harless.
- Harless, Christian Friedrich, 1773-1853.
- Date:
- 1830
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Credit: Die Verdienste der Frauen um Naturwissenschaft, Gesundheits- und Heilkunde, so wie auch um Länder- Völker- und Menschenkunde, von der ältesten Zeit bis auf die neueste : ein Beitrag zur Geschichte geistiger Cultur, und der Natur- und Heilkunde insbesondere / von Dr. Christian Friedrich Harless. Source: Wellcome Collection.
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![ehrung und Anrufung der Juno (III. 255.) als Lucina (wo- von gleich nachher noch Einiges), theils dadurch, dafs man sich zum Beistand ‘der Gebärenden noch mehrere weibliche göttergleiche Genien, oder Halbgottheiten erschuf, gleichsam dienstbare Geister der Diana (oder auch Juno) Lucina, welche man bei den Griechen Genitylies, bei den Römern Deas nixas (auch wohl Deos nixos), oder Genitales nannte, und welche daun zuweilen unter dem Collectivnamen von Ilith yen (helfen- den Genien der Gebärenden) begriffen wurden. [Dieser schon bei Ovid (Metam, IX) vorkommenden Nixen, welche vielleicht schon aus Phönicien zu den Römern kamen, und die in knie- ender Stellung abgebildet wurden, werden bald nur zwei, bald drei, bald noch mehrere erwähnt. Der Grammatiker F estus Pompeius sagt unter andern: Nixi Dii heissen drei Figu- ren (signa), die im Capitol vor dem Thron der Minerva auf die Kniee gestüzt (nixi) stehen, «velut praesidentes parientium nixibusn. Ovid läfst Alcmenen sagen : »Jch rief Lucina und die Nixos mit gleich lauter Stimme an.» Die beiden vorzüg- lichsten dieser Nixen hieflsen Prosa oder Antevorta, und Postvorta. Sie kommen auch unter dem gemeinschaftli- chen Namen Carmentes vor (woraus Boettiger wohl allzu hypothetisch die Camoenen ableitet, da Plutarch, im Romulus, eine ganz andere Erklärung giebt), und ihre Geschäfte werden von Varro (bei A. Gellius, 1. XVI, e. 15) ziem, lich genau beschrieben. Ausser diesen Nixis verehrten die Römer noch eine Partunda und eine Egeria (ein auch zuweilen der Juno gegebener Name) als solche Genityllen, welche die Niederkunft erleichterten, und unter welchen besonders Egeria mit grosem Vertrauen angerufen wurde (wie der Kirchenvater Augustinus, de Civü. Deil. VII. cap. ı er- zählt); und sobald das Kind geboren war, empfahl man es der Obsorge der ebenfalls sehr verehrten Levana, auch Manageneta genannt, welche gewissermassen in die Stelle der Diana x0vg0700@og trat.] — Manche neuere Mythographen, wie z, B. Potter, nehmen selbst den Namen Jlithyia und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33290659_0068.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)