Die Verdienste der Frauen um Naturwissenschaft, Gesundheits- und Heilkunde, so wie auch um Länder- Völker- und Menschenkunde, von der ältesten Zeit bis auf die neueste : ein Beitrag zur Geschichte geistiger Cultur, und der Natur- und Heilkunde insbesondere / von Dr. Christian Friedrich Harless.
- Harless, Christian Friedrich, 1773-1853.
- Date:
- 1830
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Verdienste der Frauen um Naturwissenschaft, Gesundheits- und Heilkunde, so wie auch um Länder- Völker- und Menschenkunde, von der ältesten Zeit bis auf die neueste : ein Beitrag zur Geschichte geistiger Cultur, und der Natur- und Heilkunde insbesondere / von Dr. Christian Friedrich Harless. Source: Wellcome Collection.
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![_ Bi — ‘ qualitäten, beigegeben wurden. : Niemals spielte die Göttin des Krieges wie des Friedens und der Künste’eine solche eminente Rolle in der mythischen Geschichte der Heilkunst, wie Isis, oder Diana llithyia , oder Hygieia. Auch läfst dıese Pallas, welche eine phrygisch-griechische Gottheit, und späterer Schö- pfung, als die egyptische Isis war, in dem Ganzen der vor- handenen Mythen von ihr nirgends eine bestimmte Spur einer gewesenen historischen Person, entdecken, Sie gehört blos dem griechischen Olymp und dem erfindenden und allegorisi- renden Mythus an, als reine Schöpfung dichterischer Phantasie und des idolatrischen Polytheismus. (Gleiehwohl suchte Kanne die Pallas aus dem Orient, als scythische Pallas, ab- zuleiten, so wie Andere [Jablonsky, Smith u. m.] sie als : Athene von der egyptischen Neith herkommen lassen. Allein diese Neith ist viel wahrscheinlicher, als eine. spätere egyptische Gottheit, aus der griechischen Athene gebildet wor- den, ‘wie ich schon in der Anmerkung 9 andeutete. Und Kanne’s Hypothese haben Creuzer und Gruber wenig- stens nicht erwiesen.)—Wir haben hier von dieser Göttin nur kurz : das Wenige anzugeben, was theils als Priester- und Volkssage von Plinius, Pausanias, und Plutarch be- wahrt, theils durch vorhandene Münzen und Inschriften über ihre medicinischen Artribute bekannt geworden ist (24). Dafs Minerva, schon vermöge ihrer alles menschlichen Wissen umfassenden und weit überstralenden Weisheit, auch eine tiefe Kenntnifs der Natur und namentlich der dem Men- schen nützlichen und heilsamen Pflanzen und Früchte, besessen haben müsse, ‘war allgemein anerkannt. Den Oelbaum, ei- nes ihrer gewönlichen Attribute,soll sie zuerst in Athen ange- pflanzt, und. den Gebrauch seiner Früchte eingeführt haben, wiewohl eine andere, mehr historische, Sage den Erbauer Athens, Gecrops, den Oelbaum.dort. zuerst pflanzen und der Minerva weihen läfst. Auch eine dem Galium Apparine ähnliche Pflanze, Argemone genannt, soll Minerva als ein besonderes Mittel für Hausthiere ‚erfunden ‚haben (Plinius](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33290659_0073.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)