Die Schleimhaut der inneren weiblichen Geschlechtstheile im Wirbelthierreich : Inaugural-Dissertation ... / Otto Nasse.
- Nasse, Otto, 1839-1903.
- Date:
- [1862]
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Credit: Die Schleimhaut der inneren weiblichen Geschlechtstheile im Wirbelthierreich : Inaugural-Dissertation ... / Otto Nasse. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Der zweite Theil des Oviductes, ungleich länger und dickwandiger, besteht eigentlich seiner ganzen Dicke nach aus drüsiger Substanz, indem die verschieden gestalteten, aber meist sehr einfachen Drüsen senkrecht zur Oberfläche der Schleimhaut dicht nebeneinander gestellt sind. So viel mij. bekannt ist, sind bis jetzt Drüsen nur bei einem einzigen Thiere vermisst, das auch in anderen Beziehungen sehr von den übrigen Amphibien abweicht, nämlich bei Proteus an- guineus [Leydig ^)]. In vielen Fällen bildet die Schleim-, haut longitudinale Falten, die beim Frosche nach Lereboul- 1 e t durch kleinere transversale vereinigt sind, so dass die Oberfläche ein netzförmiges Aussehen erhält. Den Ma- schen dieses Netzes entsprechen die Drüsen, deren aneinan- derstossende und sich abplattende Wände die kleineren trans- versalen Falten bilden. Die nach Aussen gewandten Grund- flächen der so entstehenden, bei den Batrachiern sechsseiti- gen, Cylinder kann man bei ihrer Grösse und der grossen Durchsichtigkeit der äusseren Schicht des Eileiters schon mit unbewaffnetem Auge sehen. Diese Drüsen haben einen cen- tralen Kanal, von dem aus Radien nach der Peripherie hin verlaufen. Die Zellen, welche die Drüsen zusammensetzen, sind polygonal und kernhaltig, und haben in hohem Grade die Eigenschaft Wasser aufzunehmen, aufzuquellen und ganz durchsichtig, schliesslich, indem sie zu einer Gallerte ver- schmelzen, vollständig unsichtbar zu werden. Bringt man daher einen unversehrten Eileiter in Wasser, so schwillt derselbe beträchtlich an und platzt zuletzt. Bei der Unter- suchung wendet man am besten einen das Eiweiss coaguliren- den Stoff in mässiger Verdünnung an. Das Epitel dieses Theiles des Eileiters flimmert nach Leydig bei Proteus und 1) Anatom, u. hist. Untersuch, über Fische u. Reptilien. Berlin 1853. p. 81. — 2) Recherch. sur l’anat. des org. gönit. etc. p. 106 ff. Daseihst auch Tab. XIV sehr gute Abbildungen aller Verhältnisse des Eileiters beim Frosch. 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22308337_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)