Kurzer Abriss der Perkussion und Auskultation / von Hermann Vierordt.
- Vierordt, Hermann, 1853-1943.
- Date:
- 1907
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Credit: Kurzer Abriss der Perkussion und Auskultation / von Hermann Vierordt. Source: Wellcome Collection.
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![] 2 relativ enge Öffnung bei elastischer Thoraxwand und ent- spanntem Lungengewebe; es ist ein dem ursprünglichen Per- kussionsschall beigemischtes zischendes Geräusch und wird als Stenosengeräusch, bedingt durch Wirbelbewegungen der Luft, gedeutet (Eichhorst). Je nach seinem Charakter wird es als zischend, oder als scheppernd und klirrend („Münzen- klirren“) oder endlich als metallisch bezeichnet. Es wird (meist bloss exspiratorisch) beobachtet bei: a) gesun d e n Kindern und Erwachsenen mit dünnem Thorax während des Schreiens, Singens, Sprechens, Pressens (Reibegeräusch an der Rima glottidis) b) Kavernen, die mit einem Bronchus kommunizieren, der Thoraxwand nahe oder von ihr durch entspanntes luft- leeres Gewebe getrennt sind (neben W i n t r i c h ’ schein Schall- wechsel s. p. 14) c) selten bei Pneumonie in der Nachbarschaft der He- patisation (auch wohl im 1. und 3. Stadium der Krankheit) d) selten bei Pleuritis, über dein der Exsudatgrenze an- liegenden lufthaltigen Teil e) bei Pneumothorax mit äusserer (oder innerer) Fistel f) bei Pneumopericardium mit Fistel g) bei einfachen Bronchialkatarrhen, besonders auch der Kinder (C o c k 1 e, Eichhorst). II. A m p h o r i s c h e r Klang oder besser Widerhall entsteht, wenn ein momentan erregter Ton eine im Verhältnis zu seiner Höhe langsame Intensitätsabnahme, also lange Dauer, zeigt und zugleich vorzugsweise frei von beigemischtem Ge- räusch ist“ (Z a m m i u e r). III. Der metallische Beiklang, welcher an den Klang einer angeschlagenen Metallplatte oder Glocke erinnert, setzt glatte reflexionsfähige Hohlräume von einiger Festigkeit und Spannung voraus mit mindestens 6 cm Durchmesser (nur unter besonderen Umständen weniger), deren freie Öffnung in regel- mässiger Weise sich verengt. Von ü. resp. 3, Dimensionen des Raums müssen 5 geschlossen sein. Der Metallklang wird von Hughes zwischen tympanitischen und nichttympanitischen Schall (s. p. 4) gestellt, da mit allmählich zunehmender Wandspannung der erstere zunächst in den ampho-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28087112_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


