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Credit: Die Spuren der römischen Ärzte auf dem Boden der Schweiz. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![er entweder nur als Griff und Zierart oder aber vermutlich zum kau- terisieren') und zur Applikation erwärmter Medikamente gebraucht wurde.2) Das löffel- oder spateiförmige Ende hatte den Zweck, Medi- kamente in Pulver- oder Salbenform aus ihren Behältern eu schöpfen, auf Verbandstoffen auszubreiten, oder direkt auf die Wunden zu bringen.3) Das Löffelchen diente ferner zum Entfernen von Fremd- körpern.4) Die kleinen Spatelchen, die in Tai'. II, Fig. 1, 4, 5 ab- ') Das Glüheisen wurde bekanntlich von den griechischen und römischen Ärzten zu den verschiedensten Zwecken verwendet. „Quae medicamenta non sanant, ea ferrum sanat. Quae ferrum non sanat, ea ignis sanat, sagt Hippoerates (Aphorismen). — Zum Kauterisieren dienten Instrumente mannigfacher Form und Art, wie aus den Angaben der Schriftsteller und aus den Funden Pompejis zu ersehen ist. (Vulpes 1. c , Taf. VII, Fig. 10 — 13.) Um das Loch im durchbohrten Ohrläppchen zu verschliessen, braucht A. Celsus einfach eine glühend gemachte Nadel „trajicere id cavum celeriter candente acu satis est (üb. VII, cap. 8). Bei Trichiasis verwendet er eine eiserne Nadel mit Spatelform „tenuis acus ferrea ad similitudinem spathae lata (lib. VII, cap. 7, § 8). — Paulus von Aegiita erwähnt mehrfach des kernförmigen, d. h. mit einem Knöpfchen versehenen Glüheisens xuuttjq fivQrjvoeiäijs (einem harten Kern ähnlich), Cauterium nucleoforme, cauterium olivae nucleum referens, cauterium olivare ; so kauterisiert er den Kopf mit diesem Instrument bei Ophthalmie (cap. 2), Hemicranie (cap. 5): „TivntivotiSioi xainwioig tu uyyua äiaxiovaiv; ferner verwendet er dasselbe bei Operation des Le berabs c esses: „xaviiQia Ivrra nvqyfvoHdr, xavoavreg («rotfroj? (cap. 46). 2) Gallam tritam ac laevigatam in promptu repositam servato usu vero expetente, cum specilli nucleo calefacto adhibeto. Galen. De compositione medicament., lib. IV, cap. 8, tom. XIII, pag. 435. Vergl. Vulpes 1. c, pag. 116. Bei Blutungen in Wunden sehreibt Celsus bekanntlich vor, die Gefässe zu fassen, doppelt zu unterbinden und zwischen den Ligaturen zu durchschneiden. Wenn die Umstände dies nicht erlauben, ist das Glüheisen in Anwendung zu bringen. „Ubi ne id quidem res patitur, possunt ferro candenti aduri (lib. V, cap. 26, § 21). 3) Hippoerates {tu evoigxöfteva. Sect. 4, pag. 384—407). De ratione victus in morbis acutis) gibt bei Bereitung eines Receptes an, von Kupferoxyd so viel zu nehmen, als drei Spatel fassen: „Xmtöog ut/ImI roetg T(p nXcau*. — Aetius trägt bei Behandlung der Ozaena Auripigment mit dem Spatel auf „auripigmentum tritum per specillum (scilicet aversum) large admove. (Tetrabibli secundae sermo 2. cap. 91, pag. 321—323. Cit. n. Neugebaue)' 1. c. pag. 85.) Derselbe Schriftsteller empfiehlt bei Behandlung von Nasenpolypen Kupfer- und Eisenoxyd mit Alaun einzublasen, oder mit dem Spatel anzubringen. „Squamam aeris et squamam ferri ac alumen scissum, aequis porti- onibus terito ac insufflato aut per specillum [scilicet aversum] adhibeto, aut in linamento utitor (1. c. Tetrab. 2, sermo 2, cap. 92, pag. 323—324. Vergl. Neugebaue)- 1. c. pag. 92.) 4) Paulus von Aegina schreibt (cap. 88, pag. 362, Über das Ausziehen der Geschosse): „Wenn gelegentlich Kieselsteine oder Bleistücke, oder andere Schleuder- geschosse sich durch die Kraft des Wurfes oder vermöge ihrer eckigen Gestalt ver- senken, erkennt man diese als rauhe und unebene Tumoren; ferner ist die Continuitäts- trennung keine gerade und das Fleisch ist wie abgestorben und livide, ebenso ist der Schmerz ein hochgradiger. Diese muss man mit einem Löffel oder mit der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21032014_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)