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Credit: Die Spuren der römischen Ärzte auf dem Boden der Schweiz. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![gebildet sind, dürften jenem Geräte entsprechen, von welchem Celsus bei Behandlung des Ankyloblepharon sagt, dass dessen Breitseite zwischen die Augenlider geführt werde.') Grösse und Stärke dieser Löffel- und Spatelsonden, wie ich sie mit deutschen Ausdrücken nenne, wechseln sehr, namentlich ist, wie gesagt, die Dicke des im Querschnitt runden oder eckigen glatten, oder canellierten Schaftes sehr verschieden. Bei einer, durch Herrn Konservator Ulrich in Zürich mir freundlichst geschenkten Löffelsonde aus Vindonissa, ist der Schaft äusserst dünn und sehr lang fli) cm), so dass er in tiefe und feine Wundkanäle eingeführt werden konnte. Sehr verschieden ist auch die Form der Löffelchen-); bald ist dieses kurz — bald gestreckt-oval oder myrthenblatt- ähnlich. Desgleichen variirt die Gestalt des Spatels an der Spatel- sonde; im ganzen zeigen diese genau dieselben Formen, welche der Apotheker heute noch zum Salben- und Pflasterstreichen benutzt. Es lassen sich unter denselben drei Typen unterscheiden, nämlich die Curette der Wundsonde entfernen, oder wenn die Verhältnisse es erlauben, mit einer Pincette oder Zunge. . Iti ouv rnüra uoyltvciavtv. dl uvußoXiiov 1/ xvu&laxov TQCivauTixrjs u.t]Xti)TCSos 'uvaßaXXuv. — Über das Einheilen der Fremd- körper sagt Paulus am nämlichen Orte: „Bei vielen bleiben die Geschosse versenkt und die Wunde schliesst sich. Nach langer Zeit entwickelt sich an dieser Stelle ein Abscess, der sich öffnet, und das Geschoss kommt zum Vorschein! Ich führe diese Stelle beiläufig an, um zu zeigen, dass die Beobachtungen über Ein- heilen von Projektilen weiter zurück zu verfolgen sind, als bis auf JPdbricius Hildanus und Ambroise Pari, mit welchen bei geschichtlichen Überblicken über dieses Kapitel meist begonnen wird. Das Lörl'elchen wurde auch als Curette, als scharfer Löffel benutzt, wie aus einer Stelle Galens hervorgeht. „Specilli concavo superficiem (palpebrarum inversarum) deradentes.-' De comp, medicament, liu. VII, cap 2, tom. XIII, pag. 425. Edit. Cart. ') „Igitur aversum specillum iuserendum, diducendaeque eo palpebrae sunt. Celsus, Hb. VII, cap. 7, § 6. 2) Ein der xv«S-ioxoit!i).ij ganz ähnliches Löffelchen wurde von den Römern zu nicht ärztlich pharmazeutischen Zwecken verwendet. In der Vendee wurde im Jahre 1S47 das Grab einer Malerin entdeckt. In diesem Grab befanden sich neben zahlreichen Farbengefässen, Alabastermörsern zum Verreiben der Trockenfarben, zwei Bronze- löffelchen in einem Etui; das letztere ganz ähnlich dem auf Taf. IV abgebildeten. Diese Löffelchen tragen am andern Ende ebenfalls das Knöpfchen, sie sind aber im Mittelstück anscheinend dicker. Dieselben dienten ohne Zweifel zum Mischen der Farben. Ver»l. O. Jahn, Über Darstellungen des Handwerks und Handelsverkehrs auf antiken Wand- gemälden. Leipzig, 1868. Taf. V, Fig. 10 und 11. Desgl. Blumner, Technologie, III, pag. 458. Nach einer absonderlichen Vermutung sollen solche Löffelchen auch dazu gedient haben, um die Thränen aufzufangen und in die Lacrymatorien zu schöpfen. (Catalogue](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21032014_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)