Die Vitamine, ihre Bedeutung für die Physiologie und Pathologie : mit besonderer Berücksichtigung der Avitaminosen: (Beriberi, Skorbut, Pellagra, Rachitis) ; Anhang: Die Wachstumsubstanz und das Krebsproblem / von Casimir Funk.
- Casimir Funk
- Date:
- 1914
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Credit: Die Vitamine, ihre Bedeutung für die Physiologie und Pathologie : mit besonderer Berücksichtigung der Avitaminosen: (Beriberi, Skorbut, Pellagra, Rachitis) ; Anhang: Die Wachstumsubstanz und das Krebsproblem / von Casimir Funk. Source: Wellcome Collection.
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![Reiskornes lokalisier! ist. Es liese Bich auf diese Weis« zeigen da«« beim Polieren des Reises Substanzverluste eintreten, die beim anpolierten and dämpften Reis niemals vorkommen. Zum klaren Verstand schiede bringen wir die Original-Zeichnungen der g< nannten Aul denen die obengenannten Fnterschiede ohne weiteres zn erkennen sind. die Tafel 1.) Geographische Verbreitung der Beriberi. Ostasien mit den ostasiatischen Inselgruppen (Polynesien inbegriffen bildet den Hauptherd der Beriberi. Der zweitgrösste Herd findet aich in Brasilien und den angrenzenden Ländern. Ferner zeigt die Afrikaküste zahl- reiche Herde. Es wurde häufig behauptet, dass das feuchtwanne Kliin sonders prädisponierend auf die Entstehung der Krankheit wirkt. Dies« Be- hauptung ist unrichtig, so z. B. wurde während des russisch-japanischen Krieges im japanischen Heere ein starker Beriberiausbruch beobachtet, trotz des strengen Winters; auch im Norden Japans ist Beriberi endemisch. Die oben genannte Behauptung hat vielmehr ihren Grund darin, dass Reis nur in feuchter Wärme gut gedeiht. Japan ist das am stärksten befallene Land. Balz und Miura (10) schätzen die Zahl der Beriberierkrankungen in Japan auf etwa 50000 jährlich. Die Krankheit selbst ist hier länger wie tausend Jahr kannt. Bedeutend weniger ist China befallen, dagegen finden wir in Korea zahlreiche Herde. Ferner finden wir die Krankheit stark verbreitet in der Malayischen Halbinsel (Fräser [10] gibt für 1911 5540 Fälle an. wovon «>05 starben), Inseln des Malayischen Archipels, besonders Sumatra, aber auch Java, Borneo, Celebes, die Molukken, Neu-Guinea. In Hawai. Neukaledonien und Nordaustralien wird die Krankheit meistens unter den eingewanderten Japanern und Chinesen beobachtet. Weitere Beriberiherde finden wir in Kochinchina, Siam und Birma, an der Ostküste von Ostindien, weniger an der Koromandelküste, Ceylon, Malabar und an der Gangesmündung. In Afrika sind zahlreiche Herde an der Ost- und Westküste bekannt. So berichtet Chevalier (12) über eine Epidemie in Serenli (Ost-Afrika mit 112 Fällen in 6 Monaten und 44 Todesfällen. Am Kongostrome werden oft die reisessenden Kaffern von der Krankheit befallen, während andere Eingeborene, den die Reisnahrung unbekannt ist. davon verschont bleiben Ebenso ist Beriberi auf den Madagaskar-. Mauritius-und Reunioninseln bekannt. In Amerika bilden die Philippinen und Brasilien zwei wichtige Herde, in Brasilien (Lovelace [13] berichtet z. B. über 934 Fälle in den letzten 4 Jahren) ist die Krankheit seit 250 Jahren bekannt. Dieser Herd breitet sich aus gegen den Norden bis Cayenne und Venezuela, nach dem Süden bis Rio de la Flata.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21023852_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


