Die Vitamine, ihre Bedeutung für die Physiologie und Pathologie : mit besonderer Berücksichtigung der Avitaminosen: (Beriberi, Skorbut, Pellagra, Rachitis) ; Anhang: Die Wachstumsubstanz und das Krebsproblem / von Casimir Funk.
- Casimir Funk
- Date:
- 1914
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Credit: Die Vitamine, ihre Bedeutung für die Physiologie und Pathologie : mit besonderer Berücksichtigung der Avitaminosen: (Beriberi, Skorbut, Pellagra, Rachitis) ; Anhang: Die Wachstumsubstanz und das Krebsproblem / von Casimir Funk. Source: Wellcome Collection.
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![4,367mg Substanz liefert 713 um. L8 0,420 cm1 N. «■••: ]f- Nur ein geringer Teil des Stickstoffs lässl sich in v&n - eben Aj freimachen. Nach Kjeldahl lässl sich kein Stickstoff bestimmen. Diese Zahlen ergeben die Formel ('.„dUo-^V'. für welch« 58,62 > C, 3,79°/o II und lO,53°/o N berechne! wird. Die Substanz i.-t identisch mit der früher beschriebenen. Während das Gewichl der ursprünglichen Fraktion 2,5 g betrug, war das Gewichl der omkrystallisierten Substanz nur I - Durch weitere Reinigung Hess sich der Schmelzpunkt nicht mehr erb Die Mutterlauge wurde weiter fraktioniert und ergab schliesslich eine S stanz, die leichter löslich war im Wasser als die erste, und in farl Nadeln krystallisierte, zum Unterschied zu der ersten Substanz, die i grau aussieht. Nach mehrmaligem l.nikrystalisieren schmolz die Subfi scharf bei 234° (unkorr.). Diese Substanz, mit wässeriger Pikrinsäure versei liefert ein schwer lösliches Pikrat, das aus Wasser umkrystallisiert bei 218€ (unkorr.) schmilzt, von hellgelber Farbe ist und in Form von Prismen und Platten krystallisiert. Die Substanz liefert bei der Analyse folgende Zahlen: 4,217 mg liefert 9,025 mg CO, und 1,48 mg H,0; 58.37% C. 3,93% H. 4,276 „ „ 9,16 „ „ und ■ 1,55 , „ 58,45% . 4,06% H. 3,11 , „ 0,315 cm8 N (714 mm. 19,5); 11.11 % N, 3,608 „ „ 0,362 „ , (712 „ 19,5); 10,97°,, N. Für die Formel C(iH5G,N (123,05) wurde berechnet: 58,3 °/oC, 4,08 II und ll,34°/o N. Das Pikrat besitzt folgende Zusammensetzung: 4,471 mg liefert 6,74 mg CO, und 0,895 mg H, O; 4i;i2% C, 2,24% H, 2,404 „ , 0,349 cm3 N (707 mm, 19); 15,79% N. Diese Zahlen passen auf die Formel C12H809N4 (352,12), auf die 40,9 ° o C, 2,29% H und 15,91 °/o N berechnet wurde. Die Zusammensetzung der freien Substanz, sowie des Pikrats, lassen die Vermutung nahekommen, dass es sich um Nikotinsäure (m-Pyridinkarbonsäure) handelt. Diese Substanz ist zum ersten Male in der Natur aufgefunden worden von Suzuki. Shimamura und Odake (50), die es ebenfalls aus der Reiskleie, aber mit anderer Me- thode isoliert haben. Die Literaturangaben passen sehr gut mit den g< fundenen Eigenschaften überein, die einzige Differenz besteht darin, dass ich etwas höhere Schmelzpunkte beobachtet habe. Wie wir im folgenden Kapitel über Hefe sehen werden, besitzt du Nikotinsäure entschieden eine geringe Wirkung auf kranke Tauben. Wir werden ebenfalls sehen, dass dieselbe Substanz auch aus der Hefe und nämlich in der gleichen Fraktion isoliert worden ist. Diese Tatsachen lassen es als sehr wahrscheinlich erscheinen, dass die Nikotinsäure in sehr engen Be- ziehungen zu dem Vitamin steht. Es lässt sich allerdings zurzeit noch nicht entscheiden, ob die Nikotinsäure einen Bestandteil des ursprünglichen Vitamins ausmacht. Vieles spricht zugunsten dieser Auffassung. Auch](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21023852_0049.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


