Zur unilateralen Pylorusausschaltung / von Prof. Freiherr v. Eiselsberg.
- Eiselsberg, Anton, Freiherr von, 1860-1939.
- Date:
- 1910
Licence: In copyright
Credit: Zur unilateralen Pylorusausschaltung / von Prof. Freiherr v. Eiselsberg. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
6/14 page 4
![nacliweisbar, auch jclzt noch nach hinten fixiert, daher nicht resezierhar. Daher wurde jetzt mit der Pylorusausschaltung he- gonnen. Wie unangenelmi war ich aber überrascht, als ich hei der Exploration des Magens von seiner proximalen Schnittfläche aus an der Hinterfläche der kleinen Kurvatur, nahe der Kardia, ein zweites über kronenstückgroßes Ulkus fand, dessen Exzision mir wegen seines Sitzes vollkommen unausführbar schien, so daß ich mich mit der Pylorusausschaltung begnügen mußte, wobei ich mich darauf gefaßt machte, daß der Eingriff nichts nützen würde. Die Wundheilung erfolgte ohne Reaktion p. p. Pat. ge- brauchte nun durch drei Vierteljahre eine vorsichtige Milch- diät. Von nun ah konnte sie alles essen und berichtete auch vier Jahre später, daß sie ganz glücklich sei und sich vollkommen wohl fühlte. heschwerden mit heftigem Erbrechen, das in letzter Zeit zunahm. Seit einem Tage Hämatemesis. Im linken Hypochondrium ein großer, gut beweglicher, J derber, sehr druckempfindlicher Tumor. Salzsäure positiv, keine -i IMilchsäure. Reichlich Blut dem Stuhle beigemengt. Pat. wird d zwecks Operation von der Abteilung Prof. Pal nach meiner Klinik | verlegt. i Operation 19. Juli 1902 (I. chirurgische Klinik, Wien). ^ Am Pylorus ein harter, über kleinapfelgroßer Tumor, welcher H eine hochgradige Verengerung verursachte Im Mesenterium eine ] haselnußgroße Drüse, am Leherrand mehrere ebensolche Knoten. J Daher wird von einer Resektion Abstand genommen und eine | Pylorusausschaltung mit Gastroenterostomia retrocolica posterior fl ausgeführt. (Die Untersuchung der exzidierten Drüse ergab nur r, chronische Entzündung.) Einlegen eines kleinen Gazestreifens, I entsprechend welchem durch einige Zeit hindurch ein auf Magen- |j saft verdächtiges Exsudat sich entleert. Pat. erholte sich nur O ' Zehn Monate später ist sie nach langwierigen Magen- 3 schmerzen unter Symptomen einer Hämatemesis gestorben. ,1 Fall VI. 36jährige Beamtensgattin. Starke Bleichsucht bis u zum 14. Lebensjahre, worauf Pat. ihre Neigung zu Magen-Darm- 'm katarrhen zurückführt. Mit 29 Jahren machte Pat. eine Rippen- ji fellentzündung durch. Seit zwei Jahren bestehen Magensymptome, ^ u. zw. Schmerzen, Sodbrennen, saures Aufstoßen, sowie zeitweise j Erbrechen von wässerigen Massen. Die Beschwerden würden anfangs durch Gravidität und ein Bandwurmleiden erklärt und .1 ließen auch auf eine, allerdings erfolglose Bandwurmkur nach. Nach einem halben Jahre jedoch neuerdings Magenschmerzen, die aber diesmal auf Magenspülungen hin vollständig sistierten. Seit zwei Monaten neuerdings heftige Magenschmerzen bei i ' großem Hungergefühl. Die Pat. bemerkte jetzt, daß sich der ■ Magen aufstellte. Allabendlich erbrach Pat. schleimige, wässerige Massen. Blut war nie im Erbrochenen. Der Stuhl stets regel- mäßig, normal gefärbt. Abmagerung seit einem halben Jahre um Fall V. 26jährige Frau. Leidet seit sechs Jahren wenig.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22441487_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


