Die luëtischen Psychosen in diagnosticher, prognostischer und therapeutischer Beziehung / von Albrecht Erlenmeyer.
- Adolph Albrecht Erlenmeyer
- Date:
- 1877
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Credit: Die luëtischen Psychosen in diagnosticher, prognostischer und therapeutischer Beziehung / von Albrecht Erlenmeyer. Source: Wellcome Collection.
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![— 182 — In einzelnen Fällen wurde allerdings die D z o n d i sehe Vorschrift durchgeführt, in zahlreichen anderen, wurden die Pillen einen Tag um den andern zu je 2 Stück gegeben, so dass in einem Monat 30 Pillen verabreicht werden. Die Folgeerscheinungen besonders Speichelfluss, Anschwellung des Zahnfleisches, Wackeln der Zähne treten früher ein und stärker hervor, wenn die ursprüngliche Vor- schrift Dzondi's genau befolgt wurde. Im II. Stadium der luetischen Psychosen habe ich übrigens mit beiden Methoden (Dzondi und Modification) mehrere ganz voll- ständige Erfolge erzielt. Im III. Stadium, wo ich die Cur in beiden Formen auch öfter angewendet habe, kann ich nur von einem einzigen günstig Küste von Afrika bestand (Montpillier 1817) Sublimatpillen und Holztränke. — Friedrich August Ruber (Kurze Anleitung zur Heilung der Lustseuche, Dresden 1818) hat eine besondere Pillencur empfohlen, womit er 3000 Kranke in 30 Jahren geheilt hat. (Subl., Extr. liquir. und Opium). — Leo Lebrecht (Pharmacop.- ext. antisyph. Mainz 1818) gibt ein grosses Verzeichniss gebräuchlicher Sublimatpil- len an. — Culleriers Pillen (Ueber die Lustseuche, Mainz 1822) aus Sublimat */8, Opium und Amyl. 2 gr. haben auch eine grosse Verbreitung gefunden. — J. Taddei (Antologia Milano 1824) erfand gefahrlose Sublimatpillen, deren jede 1/2 gran Sublimat enthielt. — F. E. Plisson (Monographie der Lustseuche 1825 aus dem Französ. von Carl Fizler, Ilmenau 1827) empfiehlt seine neuenPillen. — Wilhelm Dupuytren's Pillen (Paris 1834, Subl. halbe Drachme auf 220 Pillen) sind neben den HofFmann'schen und Dzondi'schen die verbreitetsten. — Carl Heinrich Dzondi (Neue zuverlässige Heilart der Syph. Halle 1826, 12 gr. Subl. in Aq. ge- löst. Mio. pan. q. s. ut f. pil, Nro. 240 [also ä ^/ao gr.]. — E. A. L. Flübners Pillen (Erkenntniss und Cur der Dittmar'schen Krankheiten, Altona 1835) erfreuten sich keiner besondern Verbreitung. — Bonnafont (Behandlung der Syphil. l'Union 1853) verordnet seine Pillen (Subl. (7), Ext. op. (8), Jodkai. 21 Decigr. Extr. reglis. 8 gramm 75 Pillen) mit den ausgezeichnetsten Nutzen. — J. E. Polack brachte auch eiu Pillenrecept aus Persien mit, das er sehr empfi^ehlt. — Puche's Pillen gelten noch immer etwas in Frankreich -- Carl Friedrich Heinrich Marx (Grundziige der Arzneimittellehre, Stuttgart 1876) schlägt vor, die Sublimatpillen mit weissem Thon bereiten zu lassen und hat das schon 50 Jahre gethan.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22296141_0142.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


