Volume 1
Vergleichende Volksmedizin : eine Darstellung volksmedizinischer Sitten und Gebräuche, Anschauungen und Heilfaktoren, des Aberglaubens und der Zaubermedizin / unter Mitwirkung von Fachgelehrten herausgegeben von O. v. Hovorka und A. Kronfeld ; mit einer Einleitung von Professor Dr. M. Neuburger.
- Date:
- 1908-1909
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Credit: Vergleichende Volksmedizin : eine Darstellung volksmedizinischer Sitten und Gebräuche, Anschauungen und Heilfaktoren, des Aberglaubens und der Zaubermedizin / unter Mitwirkung von Fachgelehrten herausgegeben von O. v. Hovorka und A. Kronfeld ; mit einer Einleitung von Professor Dr. M. Neuburger. Source: Wellcome Collection.
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![auf ber ©cfjate. Sa§ ftftotio her rtad^ ©üben gieöenben unb raftenben 23ogetroelt gibt bent 33ilb eine allgemein üerftänbtidffe, faft moberne ©timmung: $od) ift e§ jebent angeboren, ®afi fein ©efüpt hinauf unb oormärt§ bringt, SEBenn . . . über g’lächen, über Seen ‘Ser Sranict) nad) ber §eimat ftrebt. SaS f;ocf)b)eitige, foftbare ©ifptjium ift nerfcfjrounben ober utbefaimt; eine ®ar= fteöung feiner 2öägung unb feiner 23erpadung iüuftriert bie tnebijinifdfje unb oolfs* mebigirtifc^e Sebeutung ber ^Sflange bei beit ÜBölfent ber 2tntife (^ronfetb 387). Seiber fe£)lt e'3 an 9iautu, ba§ ©itpf)iumfdE)iff feiner oolfSntebisinifcben 23ebeutung entfprecbenb nätjer 511 roürbigen. 9iur ganj flüchtig fei baran erinnert, baff baS ©itpf»itmt= fcfjiff eine gemiffe 2tE)utibE)feit mit einem „Sotenf df)if f anfroeift, insbefonbere bie <ganbtung auf bent ©cfjiffe. SDZit altägpptifdfen £otenfc£)iffen mürbe bie ©itpf)ium= barftetlung bereit» in fßaraßeie gebracht, bie SBorfteHung eines SüotenfdjiffeS, eines ©oten= fäf)rmanneS entftefjt, rao ba§ Xotentanb nur gu SBaffer 31t erreichen ift. 2tuS beit 2Ibb. 224. Süotenfdjiff öon SBorneo (2tu§ Sdjurg, Urgefdjidjte [632]) fßtjantafien ©dfjroerfranfer, bie „mit einem ^ujge brüben finb, f)at fidij bie fßorfteöung entroidett, baff eine fernere unb gefafiroolle 9teife in baS Sotentanb fübjre. ©fittf ((Scincus officinalis), eine 2Bü£»tedf)fe, bie eine grofje 9Me in ber 23oIfS= mebijin gefpiett t)at. ®ioSfuribeS fdjreibt (bafelbft 71) non bem 2tpotf)eferffirtf: 2Jian fagt, baff bie bie 9üeren umgebenben 5Teife beSfelbeit, in ber ©abe uon 1 SDractfme mit Söeiit genommen, bie ßraft fabelt, baS SSertangen nad; SiebeSgenufj mächtig aitjuregen, baff aber bie tgeftigfeit ber Snft nadjlaffe nacf) bem ©enuffe oott Sinfenabfoc^ung mit <gotiig ober oon Satticf)famen mit Söaffer. 6r roirb audf ben ©egengiften jugetnifdjt. „®a§ fieifd) genanter tieren, fagt ©effner (223), „roirbt gebraust in etlidfj, auff ben ebetften arptteq finden, als 9)iitf)ribat onnb berglepdEjen. SBerbenb auct) gemifc£)t mtber bie arpttepett fo 31t ben falten präften ber oerfabenen bereitet roerbenb, fot audE) ein fonberbare frafft tfaben um ju ber mtfünfdfjpeit ju reifen. ®ife tpier ju äfdfjen gebrannt mit efficf) ober öt angefdjmiert, nimpt fjiit ben gtiberen fo man abfdffnepben fot, alle empfinbtligfeit. ®ie feilte ber ttjieren roirbt and) gebraucht ju ber tmfünfct)ffeit, audf) innerhalb ben ben tepb genommen. ®ie galt ber ttjieren mit tjonig gemifcfjt, ift ein bequemttctje arpnep 31t ben ftäden onnb bünfte ber äugen. ®aS gefür ober fabt](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24872076_0001_0453.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)