Das Wetter und unsere Arbeit : experimentelle Untersuchungen über den Einfluss der meteorologischen Faktoren auf die Körperliche und seelische Arbeitsfähigkeit / von Alfr. Lehmann und R.H. Pedersen.
- Alfred Lehmann
- Date:
- 1907
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Credit: Das Wetter und unsere Arbeit : experimentelle Untersuchungen über den Einfluss der meteorologischen Faktoren auf die Körperliche und seelische Arbeitsfähigkeit / von Alfr. Lehmann und R.H. Pedersen. Source: Wellcome Collection.
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![5] die vollgezeichneten Strecken der Kurve genau vergleichbar sind, da die registrierenden Apparate in der Zwischenzeit mit neuen Gummimembranen versehen wurden. Größere Veränderungen der absoluten Pulshöhe können jedoch nicht durch diesen Wechsel verursacht sein, so daß die Kurve B hierdurch nur wenig ver- unstaltet sein kann. Da außerdem dieselbe periodische Variation der Pulshöhen bei verschiedenen anderen Versuchspersonen be- obachtet wurde, darf eine Beziehung der beiden Erscheinungen, der Variationen des Hämoglobingehaltes und der der Pulshöhe, wohl als wahrscheinlich angesehen werden. Ob übrigens das Maximum und das Minimum der Pulshöhen eben dort liegen, wo sie in der Figur gezeichnet sind, muß dahingestellt bleiben; die plethysmographischen Untersuchungen bezweckten nicht die Be- stimmung der periodischen Variationen, so daß das Versuchs- material in dieser Beziehung unzulänglich ist. Nach den mehrjährigen Untersuchungen Mailing-Hansens sind auch sowohl die Gewichtzunahme als das Höhenwachstum der Kinder periodische Tätigkeiten i). Die Gewichtzunahme ist im Herbste am größten, und wird dann den ganzen Winter hindurch bis Anfang des Frühlings immer kleiner. Ungefähr vom April ab fängt die Gewichtzunahme an, negativ zu werden, so daß'das Gewicht der Kinder bis in den Juli hinein sinkt, um dann wieder zu steigen. Die Gewichtzunahme hat also ihr Maximum im Herbste und ihr Minimum im Anfang des Sommers; diese jährliche perio- dische Variation des Gewichtes eines Kindes ist durch die Kurve C der Figur 1 veranschaulicht. Die Kurve gibt nicht, wie diejenigen Mailing-Hansens, die tägliche Gewichtzunahme sämtlicher Kinder, sondern deren mittleres Gewicht an. Diese Mittelwerte sind übrigens aus den täglichen Gewichten einer vierwöchentlichen Periode be- rechnet, und jeder Mittelwert ist auf die Mitte der betreffenden Periode bezogen. Den Berechnungen sind die Zahlen des letzten Jahres, in welchem die Untersuchungen angestellt wurden, zugrunde gelegt; das Jahr ist von den Sommerferien 1884 bis zu den Sommer- ferien 1885 gerechnet. In dieser Zeit veränderte sich die Anzahl der Kinder nur einmal, indem ein Kind abging; es war daher leicht, das Gewicht dieses Kindes auszuschalten. Der punktierte 1) Perioden im Gewicht der Kinder und in der Sonnenwärme. Frag- ment m A u. B. Kopenhagen 1886.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29012065_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


