Ueber die Carcinome der Glandulae Bartholini ... / James Henry Honan.
- Honan, James Henry, 1859-1917
- Date:
- [1897?]
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Credit: Ueber die Carcinome der Glandulae Bartholini ... / James Henry Honan. Source: Wellcome Collection.
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![sind jedoch stets noch soweit erhalten, dass sie längs- oder quergetroffen die scharfen Grenzlinien der Bänder gut markieren. Sie treten auch dadurch oft besonders hervor, / I dass in ihnen nicht selten kleine weite gefüllte Blutkapillaren eingescheidet sind. Zuweilen ist durch den Gegendruck des wuchernden Epithels und des Gefässinhalts das peri¬ kapilläre Bindegewebe überhaupt geschwunden, und die Endothelien der Kapillarwand bilden unmittelbar den Belag der Epithelzüge. Die epithelialen Elemente selbst bestehen durchgängig aus relativ kleinen überaus polymorphen Zellen, deren Grenzen gegeneinander nicht überall deutlich werden und deren bläschenartige Kerne bald mehr runde, bald mehr ovale Gestaltung, oft auch ein Kernkörperchen, auf¬ weisen. Zuweilen tauchen auch exzessiv grosse Elemente mit klumpigem stark diffus gefärbtem Kern zwischen den kleinen Formen auf. Abweichungen von dem geschilderten Verhalten in! mehrfacher Hinsicht finden sich nun sowohl am Binde¬ ge'websgerüst wie am Epithel. Am Stroma insofern, als hier, wie an der Bindegewebskapsel streckenweise kleinere oder grössere Haemorrhagien und eine mehr oder weniger starke Kundzellinfiltration, mit der sich ev. Wucherungei] der langspindligen Stromaelemente vergesellschaften, sicht¬ bar werden. Die exquisite spindlige Eigenform der Stroma¬ zellen erschwert es übrigens sehr, zu sagen, inwieweit auch glatte Muskelelemente selbständig in die Zusammen-Ji Setzung des Stromas eingegangen sind, znmal noch die evil Zusammengehörigkeit zu der Wand kleiner Gefässe in Frag(|| kommt. Veränderungen an den breiten gebuchteten Epithel« strängen und rundlichen Haufen bestehen meist in dereiM Zentrum. Hier ist das gut färbbare epitheliale Parenchym in blassen körnigscholligen Detritus verwandelt, der voiB meist polynukleären Kundzellen und roten Blutkörperchen dicht durchsetzt wird, und der sich gegen die lebenskräftig« Umgebung unregelmässig abgrenzt. Die bis zum Berste» pralle Füllung völlig epithelumwachsener Gefässe (s. o.jl deutet direkt auf primäre Blutung mit anschliessendem Nekrose an diesen Stellen. Im Allgemeinen sind derartig! Veränderungen am Epithel nicht häufig. Einzelne Wandeiw zellen sind fast überall in den Epithelzügen anzutreffen, j Eine besondere Beschreibung beansprucht schliesslicl noch das Verhalten der Geschwulst zu der anhaftende! Hautpartie der kleinen Labie. An das Epidermisepithel von völlig normaler Beschaffei« heit schliesst sich das Oorium von etwa demselben Aull](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30594029_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)