Pathologische Anatomie des Auges : systematisch bearbeitet / von Carl Wedl und Emil Bock.
- Carl Wedl
- Date:
- 1886
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Credit: Pathologische Anatomie des Auges : systematisch bearbeitet / von Carl Wedl und Emil Bock. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Wir haben zwischen den vertrockneten und verkrüppelten Epithelzellen gleichfalls eine grosse Menge Ketten bildender Bacterien und meist auch Coccen in wechselnder Menge, bisweilen eigenthümliche klumpige Massen mit einer Andeutung von Schichtung wahrgenommen. Kuschbert (Deutsche med.Wochen- schrift ] 884, 21) negirt das Vorhandensein von Coccen. Die von ihm und Neisser vorgenommenen Culturen und Impfungen hatten keinen positiven Erfolg. In der Neuzeit hat man Bacillen und Coccen, denen der Xerosis conjunctivae isomorph, auch bei infan- tiler Horiihautverschwärung nachgewiesen. Die Neubildungen der Cornea sind in der Mehrzahl consecutive; es lässt sich nämlich meist eine primäre Erkrankung in den Nachbargebilden der Cornea ausserhalb des Bulbus, oder selbst bisweilen in entfernter liegenden Organen constatiren. Der Limbus conjunctivalis ist häufig der Ausgangspunkt von diversen sogenannten gut- oder bösartigen Neubildungen, womit man eben nur sagen will, dass bei den einen keine Gefahr für den Bulbus s£i, bei den anderen die Integrität desselben bedroht wird, oder selbst das Leben des Individuums durch Propagation, Zerfall und Dissemiuation der Neubildung in Gefahr kommen kann. Es sind aber manche der sogenannten gutartigen Neubildungen für das Sehvermögen geradezu verhängnissvoll, weil sie eine dauernde partielle oder totale Aufhebung der Transparenz der Hornhaut mit sich bringen. Andere können durch Volumszunahme belästigen und die Rotation des Bulbus beeinträchtigen oder den Lidschluss behindern. Von geringer pathologischer Bedeutung ist die Pingue- cula, der Lidspaltenfleck. Es ist ein beiläufig hanfkorngrosser, schmutzig-gelblicher, flacher Knoten, der in der Conjunctiva bulbi, der Lidspalte entsprechend, nahe dem Limbns sitzt. Er besteht ans ziemlich derbem, subconjunctival gelagertem Bindegewebe, dessen Faserung durch schmutzig-gelbliche Pigmentkörner ver- deckt ist. Fettzellen sind niemals nachzuweisen. Das Epithel- lager über dieser Stelle ist verdünnt. Bisweilen findet man auch ol)literirte Gefässe. Nicht selten besitzt ein Individuum mehrere Lidspaltenflecke. Wenn auch die Pinguecula im Alter häufiger ist, so ist sie doch keineswegs an diese Lebensperiode ge- bunden.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21634440_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)