Das Eucalyptusöl : pharmakologisch und klinisch dargestellt / von Hugo Schulz.
- Schulz, Hugo, 1853-1932.
- Date:
- 1881
Licence: Public Domain Mark
Credit: Das Eucalyptusöl : pharmakologisch und klinisch dargestellt / von Hugo Schulz. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ten Schleimliautstellen gefördert werden. Dazu kommt noch die Eigenschaft des Oeles, in Dam])ffbrm mit der Exspirations- luft permanent über die noch intacten Schleimhautstellen hinzu- streichen und denselben so einen Schutz gegen die weitere Verbreitung des diphtheritischen Materials zu gewähren. Aus den Beobachtungen von Me es und Binz wissen wir, dass die Auswanderung der weissen Blutkörperchen unter solchen Bedingungen, die derselben nur günstig sein können, nicht zu Stande kommt, wenn die Dämpfe des Eucalyptusöles auf die betreffenden Theile gerathen. Diese Thatsache liefert uns eine Erklärung für die Erscheinung, dass viele katarrhalische Affectionen der Schleimhäute, die mit der Secretion von eiteri- gem oder dem ähnlichen Secret verbunden sind, unter der Ein- wirkung des Oeles auf die erkrankten Membranen zurückgehen. Frisch aufgetretenen Katarrh der Nasenschleimhaut durch wiederholtes Inhaliren der Oeldämpfe durch die Nase zu cou- piren, ist anderen und auch mir bei mehreren Patienten gelungen. Ebenso aber sind Fälle beobachtet, wo auch die tiefer liegenden Schleimhäute der Trachea und der Bronchen von katarrhalischer Erkrankung durch die Inhalation der Dämpfe befreit wurden. Da wir aus den oben angeführten Versuchen wissen, dass nach interner Aufnahme ein grosser Theil des Oeles durch die Lungen ausge- schieden wird, so lässt sich auch für diese Anwendung des Mittels, also vom Magen aus, einiges für die genannten Fälle erwarten. Es kommt ausserdem für die katarrhalischen Erkrankungen der Kespirationswege noch die reflexherabsetzende Fähigkeit des Oe- les mit in Betracht, es sind namentlich in Frankreich mehrfach katarrhalisches Asthma sowie von Gimbert ein Fall von Tussis convulsiva mit Bronchitis subacuta mit den In- halationen der Däin))fe geheilt worden. Der von mir vorher erwähnte Phthisicus (S. 90) behauptete, er schlafe nach dem Oel viel besser, da er fast gar nicht mehr zu husten brauche. Diese Erscheinung lässt sich leicht durch eine Herabsetzung des innerhalb des erkrankten Luugengewebes bestehenden Reizes erklären. Unsere, für die Augmentation der Pharmakopoea elegans mehr besorgten westlichen Nachbarn haben grade für den Ge- brauch bei Asthma ex bronchitide Eucalyptus-Cigaretten präpa-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22297807_0098.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)