Atlas der mikroskopischen pathologischen Anatomie / gezeichnet und bearbeitet von August Foerster.
- August Förster
- Date:
- 1854
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Credit: Atlas der mikroskopischen pathologischen Anatomie / gezeichnet und bearbeitet von August Foerster. Source: Wellcome Collection.
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![NEUBILDUNG VON KNORPEL- UND KNOCHENGEWEBE. PATHOLOGISCHE VERÄNDERUNGEN NORMALER KNOCHEN UND KNORPEL. Fig. I. Schnittchen ans einem EncTiondrom, welches grösstentheils aus hyalinem Knorpel bestand und an einzelnen Stellen in Verknöcherung begriffen war; das Schnittchen stammt von der Verknöcherungsgrenze. Man sieht links in der homogenen, unveränderten Grundsubstanz zahlreiche Knorpelzellen mit stark verdickten Kapseln (Wänden der Mutterzelle), in den letzteren zeigen sich bei den meisten dunkle Körnchen, Kalksalze, die nach Zusatz von Salzsäure unter Luftbildung schwinden. In einzelnen sind die Kalkkörnchen schon zu einer homogenen Kalkmasse verschmolzen, die Gonturen der verdickten Wandungen erscheinen dann schwarz, in der Mitte zeigen sie den eigentümlichen Glanz solcher Kalkmasse. Die verdickte und verkalkte Wand zeigt an einzelnen Zellen innen deutliche Einkerbungen. Endogene Zellen oder Kerne sind nicht zu erkennen. Auf der rechten Seite sieht man auch in der Grundsubstanz schwarze Kalkkörnchen abgelagert, die allmälig zu einer homogenen, hier streifig gezeichneten, Knochenmasse verschmelzen. Während dieses vor sich geht, ver- schmelzen auch die verdickten und verkalkten Wandungen der Knorpelzellen mit der verkalkten und verknö- cherten Grundsubstanz und es bleibt keine Spur von denselben übrig, die Höhle der Knorpelzellen und die in ihnen lagernde endogene Zelle oder der Kern bleiben aber. Daher sieht man nun in der homogenen Grundsub- stanz eine Anzahl eckiger, meist vielfache Ausläufer ausschickende Körperchen, welche in Form und Grösse mit den früheren Höhlen der Knorpelzellen übereinstimmen, die sog. Knochenkörperchen. (Die strahligen Ausläufer der Knorpelzellen gehören höchst wahrscheinlich den endogenen Zellen an, sie wachsen während der Verknöcherung, durchbohren allmälig die dicke Kapselwand und treten mit den Ausläufern anderer Zellen in Verbindung, wodurch ein ähnliches System unter einander zusammenhängender Zellen ge- bildet wird, wie im Bindegewebe [Taf. II. Fig. 2.] und im Knorpelgewebe mancher Enchondrome [Fig. 2.]). Diese Art der Verknöcherung des Knorpelgewebes unterscheidet sich von der auf Taf. II. Fig. 7 darge- stellten dadurch, dass sich die Wände der Knorpelzellen vor der Verknöcherung stark verdicken und dass in ihnen zuerst die Verknöcherung eintritt, und erst später in der Grundsubstanz. In derselben Weise kommt diese Verknöcherung zuweilen auch an Gelenkknorpeln bei chronischen Gelenkentzündungen und in Epiphysen- knorpeln bei Rbachitis vor. Fig. II. Schnittchen aus demselben Enchondrom, aus welchem die Zeichnung auf Taf. II. Fig. 6 ge- nommen wurde. Man sieht in einer homogenen Grundsubstanz Zellen von sehr verschiedener Gestalt einge- bettet. Links sieht man runde knorplige Mutterzellen oder Kapseln mit scharfen Gonturen und dem eigenthiim- lichen hellen Glanz der Knorpelzellen, in diesen sind verschiedene endogene Bildungen eingeschlossen, in einer nur ein Kern, in andern kleine und grosse rundliche Kernzellen, in andern grosse Kernzellen mit eiweissartigem](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21308378_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


