Der älteste medicinische Codex der Breslauer Universitätsbibliothek / vom Herausgeber.
- August Wilhelm Henschel
- Date:
- [1846]
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Credit: Der älteste medicinische Codex der Breslauer Universitätsbibliothek / vom Herausgeber. Source: Wellcome Collection.
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![Arthemesia | (die sieben folgenden sind unentzifferbar), Stabs agria | Camelle | Ecios | Splenios | Tytymallos | Gliciriza | Bulbus rufus | Dracontea | Mccon | Bolios J Colocinctios | Ypericon | siueeborion | Lapatum | Eho- tropion I Arnoglossos | Latyridem \ Cameleucae | Pen- tapillos | Hiera | (Schluss). Nachdem wir nun so das Material des Codex genau in seiner Aufeinanderfolge aufgezälilt, sei es uns gestattet, über ein- zelne Gegenstände desselben nach eigner Ordnung einigeBemei- kungen nachzubringen I. Der Apule]us und Sexlus Placitus. Der in Rede gestellte Codex macht zuvörderst seinen gegründeten Anspruch auf unser Interesse in Betreff der beiden Schriftsteller, A pul ejus und Sextus Placitus (oder S. Placidus Actor, wie ihn einige Handschriften nennen), die hauptsächlich uns darin dargeboten werden. Nun legt frei- lich die critische Geschichte der Medicin relativ keinen grossen Werth auf diese Männer, die in der That nur Zeugen des Ver- falls der klassischen Heilkunst in Rom, nur Denkmäler der Abwege waren, auf welche die Medicin gerieth, nachdem sie einerseits das Gebiet der hippokratischen Kunsterfahrung ver- lassen, andrerseits dem Reichthum Galenisch-rationeller Wis- senschaft sich noch nicht, (oder wenn man will, nicht mehr) angeschlossen hatte — und allerdings würden wir vielleicht mit grösserem Muthe dem gelehrten Publikum entgegengetreten sein, wenn wir, in einem seines Alters wegen so bedeutenden Codex, ihm eben andere antike Schriftsteller aus einer andern Zeit aufzuführen gehabt hätten, als aus der, worinn die Vor- liegenden ihre Stelle fanden, nachdem die Medicin bei vielen Aerzten bereits zu einer blos empirischen, unkritischen,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22447921_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)