Electrizität und Licht in der Medizin : acht Vorträge / gehalten von Prof. Dr. Albers-Schönberg [and others] ; Hrsg. vom Zentralkomitee für das Ärztliche Fortbildungswesen in Preussen, in dessen Auftrage redigiert von R. Kutner.
- Date:
- 1909
Licence: In copyright
Credit: Electrizität und Licht in der Medizin : acht Vorträge / gehalten von Prof. Dr. Albers-Schönberg [and others] ; Hrsg. vom Zentralkomitee für das Ärztliche Fortbildungswesen in Preussen, in dessen Auftrage redigiert von R. Kutner. Source: Wellcome Collection.
192/228 (page 184)
![einer Kathode [ein Kation durch Entladung, ein An- ion durch Bildung] reduzierbar ist. Das negative Vopeichen bedeutet ein um die angegebene Voltzahl geringeres oxydierendes Vermögen, also größeres reduzierendes Vermögen, als das des Wasser- stoffgases. Wir haben also in diesen Spannungs- reihen wahre Tabellen der chemischen Verwandt- schaft in elektrischem Maße. Auch andere kom- pliziertere Oxydations- und Reduktionsmittel kann man ebenso wie die obigen einfachen, elementaren in diese Spannungsreihe einordnen, wenn man ihre elektromotorische Kraft mißt, mit welcher sie als Stromlieferanten eine Elektrode zur Kathode in einer galvanischen Kette machen, deren anderer Pol Wasserstoffgas von i Atmosphäre Druck in l-normaler H-Ionlösung ist. Elektrolytische Lösungstension, Kon- zentrationsketten und ihre Anwendung zur Analyse physiologischer Flüssig- keiten. Acidität des Harnes und des Blutes. Die Verschiedenheit der elektromotorischen Kräfte, mit welchen z. B. die verschiedenen Metalle Zn und Ag oder die beiden Halogene Chlor und Jod sich in den lonenzustand in die Lösungen hinein zu begeben suchen, hat W. Nernst in einer recht anschaulichen und für die Theorie der galvanischen Ketten fruchtbaren Weise dadurch dargestellt, daß die verschiedenen, anodisch oder kathodisch in Ionen ve r w an d el b ar e n Stoffe diese ihre Ionen mit sehr ver- schiedenen Drucken, den sog. „elektro- lytischen Lösungstensionen“ in die Lösung hinein entsenden, etwa wie zwei verschiedene Flüssigkeiten z. B. Äther und Wasser ihre Dämpfe in einen darüber befindlichen Gasraum mit sehr verschiedenen „Dampftensionen“ schicken. Die Arbeit, welche z. B. die Metalle bei dieser lonen- entsendung in die Lösung hinein (und zwar hier](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28103154_0192.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)