De partibus artis medicativae : eine verschollene griechische Schrift in Übersetzung des 14. Jahrhunderts / herausgegeben von Hermann Schöne.
- Galen
- Date:
- 1911
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Credit: De partibus artis medicativae : eine verschollene griechische Schrift in Übersetzung des 14. Jahrhunderts / herausgegeben von Hermann Schöne. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![6) Retrovertiert man sich die Schrift aus der alteren Fassung^ bei der Lekttire soweit als angangig ins Griechische, so entspricht sie sachlich und stilistisch ganz gut der hinlanglich bekannten Art Galens, dessen Interesse fiir die bier behandelten Fragen aus dem Thrasybulos^) erweisbar ist. Sie zeigt, wie mich diinkt, das durch vieles Reden und rasches Schreiben geiibte aber auch etwas ver- dorbene, in seiner Art iminerhin unverachtliche Improvisatorentalent des Pergameners in vielen charakteristischen Ztigen: seine Neigung zu reichlichen Selbstzitaten, sein Interesse fur die Lehre der empirischen Arzte, der er doch nicht anhing, seine Neigung zur Begriffsspalterei; wohingegen Nicolaus da, wo er als Stilist selb- standig auftritt — in den Prologen der Ubersetzungen —, sich so ungelenk bewegt, dass man ihm die zu einer ganz raffinierten Imitation des Galen erforderliche stilistische Gewandtheit nicht zu- trauen konnte, auch wenn er keine Ehre zu verlieren hatte. Nun wird freilich die Schrift de partihus artis medicativae von Galen in den von ihm selbst aufgestellten Verzeichnissen seiner Werke^) nicht erwahnt, und auch sonst, soviet ich weiss, nicht zitiert. Aber ein Schluss auf die Unechtheit des Buchs ist daraus nicht ohne weiteres statthaft. Es kann ja spater als jene Schriften- verzeichnisse verfasst sein, und deshalb darin fehlen; Galen kann es auch bei der Zusammenstellung vergessen haben, eine Moglichkeit, die bei seiner sehr ausgedehnten Schriftstellerei recht wohl in Betracht kommt; es kann endlich unter den Titelverzeichnissen durch Schuld der Abschreiber ausgefallen sein. Auf alle Falle steht fest, dass auch andere, sicher echte Schriften vorhanden sind, die in jenen Yerzeichnissen vermisst werden: so z. B. Tuspl* xooi>|jl£vwv SiaTiXaasw?, Tuepl TOO TYj^ oacppTqa£W(; opyavoi), Tiepl dvxiSoTWV, Tispl xwv lauxtj) 6oxouvxo)V, siaaywyT] SLaXsxxixYj. Somit hangt das Urteil allein von der Priifung der Schrift selbst ab. Da ist nun zu beachten, dass, ganz ahnlich wie hier, Galen auch in dem 4. Buch Repi Siacpopd^ acpoyixwv ein grosses doxographisches Material vor seinen Lesern ausgebreitet hat; dass der sachliche Inhalt 1) Der ©paougouXos behandelt die Frage Tidxspov laxpcxYjs ^ yuuvaaxtx^s. laxc x6 uyistvov (Scr. min. Ill 33f. Helmreich). 2) De ordine librorum suorum (Scr. min. II 80tf.) und De libris pro- priis (ibid. II 91 ff.).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24878893_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)