Beiträge zur kenntniss des einflusses der respirationsbewegungen auf den blutlauf im aortensysteme / Von G. Heinricius und H. Kronecker ... Mit fünf tafeln.
- Heinricius, G. (Gustaf), 1853-1915.
- Date:
- 1888
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Credit: Beiträge zur kenntniss des einflusses der respirationsbewegungen auf den blutlauf im aortensysteme / Von G. Heinricius und H. Kronecker ... Mit fünf tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![I'j] |}kitii.u;f, z. Kknntmss n. Rim'l. i>. Hksi'Irationsbewegungen etc. 420 konnlcn. Wiilirend deisclbcn war dann oll die kiinslliclio Allinuini; gar niclil niorklicli, selbst nicht, wenn wir dieselbe unter luilicni Drucke wirken Hessen. Figg. 0, 10 u. II. Es geschah dann wohl auch, dass zeitweilig die Aihniung zur Geltung kam, zeitweilig wieder unmerklich wurde. In einigen Füllen bemerkten wir sogar vorübergehend einen sonderbar regclmiissigen Rhythmus in der WellenCoIge derart, dass eine Athmung wenig wirk- sam war, die nächste wirksamer und so fort. Fig. II. Vergeblich versucliten wir auf nervösem und auf mechanischem Wege den Lungenkreislauf zu beeinflussen und hierdurch die Wellen zu modificiren (Fig. 16). Vergeblich durchtrennten wir die Phrenici imd Vagi (Fig. 5) und verschlossen die Bauchaorta, vergeblich auch durchtrennton wir das Zwerchfell. Als wir aber die Bauchhöhle mit Flüssigkeit anfüllten, sahen wir zu wiederholten Malen die Athmungswellen verschwinden. Das Gleiche geschah, wenn wir die Vena cava inf. comprimirten, während bei Compression der Aorta abd. die,Athemwellen mit dem Drucke wuclisen (Fig. 20), bei Verschluss der Vena portarum nur mit dem Milteldruck die Wellen auch niedrig wurden. Da nun Dr. Haslam im hiesigen physiologischen Institute gefunden hatte, dass ein ganz geringer intraperikardialer Druck (8—1 0 cm Wasser) genügt, um den arteriellen Blutdruck zum Verschwinden zu bringen und dass 2 cm Wasserdruck, unter welchem die Herzbeutelhöhle ge- füllt wurde, den Blutdruck in der Carotis schon merklich mindern, so lenkten wir unsere Aufmerksamkeit auf den Druck, der von den Lungen das Herz tritft. Wir öfl'neten, wie Viele vor uns gethan, den Brustkasten, und wir bemerkten im Gegensatz zu Vielen, dass die Athemwelien danach oft merklich kleiner wurden (Fig. 15). Wenn wir den Thorax zu- hielten, wurden die Oscillationen wieder grösser; wenn wir die Lungen vom Herzen möglichst zurückzuhalten versuchten, wurden die Wellen ebenfalls kleiner; wenn wir das Herz auf dem gespallenen Perikard zur Oefl'nung des Brustkastens emporhoben, wurden die Schwankungen desto kleiner, je weniger die aufgeblasenen Lungen das Herz oder die einmündenden Venenstämme erreichten, und vei- schwanden zuweilen fast völlig, ohne dass der mittlere Druck sehr litt. Figg. 12, 13 u. 14.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219217_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)